Später Neujahrsempfang

Angela Merkel kommt Montagabend nach Salzwedel

Vor einem Jahr gab sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Salzwedel und Stendal bürgernah.

ALTMARK - Angela Merkel kommt am Montagabend zum Neujahrsempfang nach Salzwedel – und das Medieninteresse ist gewaltig: 24 TV- und Radiosender sowie Zeitungsjournalisten zwischen Tegernsee, Cottbus, Braunschweig und Berlin haben sich für die Veranstaltung am 31. März in der Hansestadt akkreditiert.

Rund um das Kulturhaus wird an diesem Tag die höchste Sicherheitsstufe gelten, denn mit der Bundeskanzlerin kommt die erste Frau im Staat in die Altmark.

Merkel besucht Salzwedel bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten. Bereits am 12. April 2013 hatte sie sich in der Baumkuchenstadt über das ÖPNV-Angebot im Landkreis und das Pilotprojekt KitaMobil informiert. Doch während sich die CDU-Vorsitzende damals auf einer Rundreise durch Norddeutschland befand und unter anderem auch einen Abstecher nach Stendal machte, kommt sie am Montag eigens für den Neujahrsempfang aus Berlin.

Salzwedels Oberbürgermeister Sabine Danicke kann ihr Glück gar nicht fassen: „Diese Bilder werden überall zu sehen sein, eine bessere Reklame für unsere Stadt kann es gar nicht geben.“ Auch für Danicke selbst ist der Besuch der Höhepunkt ihrer Dienstzeit, wie sie bekennt.

Die Terminplanungen einer Bundeskanzlerin hängen auch immer von der Weltpolitik ab. Und so schaute man im Salzwedeler Rathaus in den vergangenen Wochen immer wieder auf die beunruhigenden Entwicklungen in der Ukraine, die Merkels Planungen wiederholt durcheinander brachten. „Es gab durchaus Signale, dass es eng werden könnte“, schildert Oberbürgermeisterin Danicke. So war ursprünglich der 17. Januar als Besuchstermin vereinbart worden. Dieser wurde dann auf den 31. März verlegt. „Und vor einigen Wochen kam ein Anruf aus dem Bundeskanzleramt, dass man nunmehr den 25. März anvisiert habe“, erinnert sich Salzwedels Stadtoberhaupt.

Doch die vielen hundert Einladungen waren da längst rausgeschickt, organisatorisch war eine Vorverlegung kaum mehr zu stemmen. Die Oberbürgermeisterin rief in Berlin an, wenig später kam die erlösende Nachricht: Es bleibt beim 31. März. Für Salzwedel ist es der späteste Neujahrsempfang aller Zeiten, doch das ist Nebensache. „Denn eines steht fest: Die Bundeskanzlerin werden wir nie wieder kriegen“, sagt Sabine Danicke.

Von Thomas Mitzlaff

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