Am zweiten Tag ist vorerst Schluss

Salzwedel: Andrang in den Apotheken für den digitalen Impfausweis legt Portal lahm

Coronavirus - Digitaler Impfausweis in der Apotheke
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So sieht ein QR-Code des digitalen Impfausweises aus.
  • VonLydia Zahn
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  • Arno Zähringer
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Die Nachfrage in Apotheken, wegen eines digitalen Impfausweises, war höher als gedacht. Durch technische Probleme ging bereits am zweiten Tag fast nichts mehr. Die Apotheken bitten um Geduld.

Salzwedel – Seit Montag können sich Geimpfte – vorerst nur jene, die die Immunisierung nicht in einem Impfzentrum bekommen haben –, ihren digitalen Impfausweis in den Apotheken besorgen. Der Andrang nach diesem Zertifikat war so hoch, dass das Portal bereits schlappgemacht hat.

Wer einen digitalen Impfpass möchte, kann sich diesen nun ausstellen lassen. Er dient als Ersatz zum Impfheft aus Papier. Beim Besuch in der Apotheke müssen der Nachweis einer Immunisierung sowie der Personalausweis vorgelegt werden. Die Apotheker erfassen dann den Namen, das Geburts- und Impfdatum sowie den Impfstoff, den der Kunde erhalten hat. Die Daten werden anschließend ans Robert-Koch-Institut weitergeleitet, das den digitalen Ausweis ausstellt. Danach gibt es zwei QR-Codes – für jede Impfung einen. Sie werden mit einer App eingescannt oder auf Papier ausgedruckt.

Das starke Interesse am Impfzertifikat legte den Ablauf jedoch vorerst lahm. „Die Nachfrage war hoch, insgesamt haben wir schon 30 Ausweise ausgestellt. Aber am heutigen zweiten Tag ist das Portal überlastet“, berichtete Nadine Neumann, Inhaberin der Hansa-Apotheke in Salzwedel, gestern auf AZ-Nachfrage. Weiter verdeutlichte sie: „Wir haben heute ein bis zwei Zertifikate ausgestellt, danach gab es technische Probleme.“ Daher bittet sie ihre Kunden um Geduld. Das Bearbeiten der Zertifikate gehe nur langsam voran.

Auch aus der Adler-Apotheke erfährt die AZ ähnliches. Nach anfänglichen Startproblemen ging am ersten Tag schlussendlich alles schnell und reibungslos. Gestern dann aber war kaum noch etwas möglich. „Wenn es nicht so dringend ist, bitten wir ein paar Tage zu warten“, appelliert das Adler-Apotheken-Team an die Patienten.

Im Altmarkkreis haben nach Angaben von Sprecherin Birgit Eurich bislang 15 352 (Stand 14. Juni) Frauen und Männer die zweite Impfung erhalten. Das entspricht einem Anteil von 18,5 Prozent bei zurzeit 83 173 Kreiseinwohnern. Erstgeimpft sind 28,7 Prozent oder 23 841 Menschen. Hinzu kämen noch Impfungen durch niedergelassene Hausärzte und Fachärzte. „Diese Zahlen bekommen wir aber leider nicht“, bedauert Birgit Eurich gegenüber der AZ.

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