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Feuerwehr löscht Hochsitz hinter Jeebel

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Von: Jens Heymann

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Als die Feuerwehren aus Riebau und Jeebel zum Brandort kamen, brannte der Hochsitz eines Jägers noch.
Als die Feuerwehren aus Riebau und Jeebel zum Brandort kamen, brannte der Hochsitz eines Jägers noch. Die Einsatzkräfte hatten den Rauch aus der Entfernung bemerkt. © Privat

Es sei „merkwürdig“ gewesen, was da am Freitagabend im Grenzgebiet zu Niedersachsen passiert ist, blickt Riebaus Ortswehrleiter Frank Rosenberg auf zwei Einsätze der Feuerwehren Riebau und Jeebel zurück. Eigentlich wollten die beiden Trupps eine Ausbildung absolvieren, dann aber bemerkten Kameraden aus Jeebel Rauch im Norden.

Riebau / Jeebel – Die Ausbildung wurde abgebrochen, der Einsatz mit elf Einsatzkräften gestartet. Direkt neben einem ehemaligen DDR-Grenzkontrollweg bei Jeebel brannte ein Jägerhochsitz, dazu 120 Quadratmeter Ödland, berichtet Rosenberg. 4800 Liter Löschwasser wurden benötigt. Die Pretzierer Agrarerzeugergemeinschaft unterstützte die Feuerwehren dabei mit Wasser, lässt der Wehrleiter nicht unerwähnt.

Riebaus Ortsbürgermeister Wilfried Bettzieche, der sich als Jäger bestens in der Gegend auskennt, machte sich unterdessen auf eine Kontrolltour durchs Revier. Und tatsächlich stieß er bei der Wüstung Jahrsau auf eine Feuerstelle. Die Feuerwehren rückten an und löschten auch dort. Ein weiterer Jäger, so Frank Rosenberg, prüfte die Gegend auf weitere Gefahrenstellen, fand aber nichts mehr.

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen bezüglich des Hochsitzes von Brandstiftung aus. Rund 3000 Euro beträgt der Schaden. Was die Feuerwehr um Frank Rosenberg sprachlos macht. Denn es herrscht Waldbrandgefahrenstufe 5 im Altmarkkreis. In Jahrsau lag das trockene Unterholz laut Wehrleiter nur einen Meter von der Feuerstelle entfernt.

Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.

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