Gräben trocknen aus

Altmarkkreis Salzwedel will Wasser-Entnahme aus oberirdischen Gewässern verbieten

Die Trockenheit ist zum Beispiel an der Beeke bei Wallstawe deutlichsichtbar.
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Die Trockenheit ist zum Beispiel an der Beeke bei Wallstawe deutlichsichtbar.

Magdeburg / Stendal – Ab dem 11. Juli darf im Altmarkkreis Salzwedel kein Wasser mehr aus oberirdischen Gewässern entnommen werden. Dies betrifft unter anderem den Anlieger- und Eigentümergebrauch.

Auch Gewässer, bei denen kein Mindestabfluss geregelt ist, werden mit einbezogen. Schon vorher wird aber zu einem „sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser“ aufgerufen. Fachleute des Umweltamtes haben aktuelle Zahlen veröffentlicht, die das Ausmaß der Trockenheit deutlich machen. So liegen die Grundwasserstände um mehr als 50 Zentimeter unter dem langjährigen Mittel. Auch die Gewitterschauer der vergangenen Wochen haben keine Entspannung bringen können. Sichtbar wird dies an den geringen Wasserstand der Gräben, einige sind bereits vollkommen trocken.

Auch am Arendsee ist der niedrige Wasserstand unübersehbar. Die Kreis-Mitarbeiter beziffern den Rückgang mit 35 Zentimetern. Damit fehlen rund 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser. Im Luftkurort ist bei Einheimischen sogar von 45 Zentimetern die Rede (AZ berichtete). Zu früheren Zeiten befanden sich in der „blauen Perle der Altmark“ insgesamt rund 146,9 Millionen Kubikmeter Wasser. Diese Zahl hatte der Wissenschaftler Dr. Helmut Rönicke ermittelt.

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