Pandemiegeschehen

Corona: Osterimpfungen in der Schwebe – Schulen im Blickpunkt

Das Banner des Impfzentrums Salzwedel.
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In den Impfzentren des Altmarkkreises sollen über Ostern Mitarbeiter von Schulen gegen das Corona-Virus immunisiert werden – möglicherweise aber doch nicht. Das Pandemiegeschehen hat sich zuletzt verschlechtert.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Das Pandemiegeschehen sei derzeit „sehr dynamisch“, beschrieb Kreisdezernentin Kathrin Rösel am Montag im Kreisbildungsausschuss die aktuelle Corona-Situation.

Altmarkkreis – Der Sieben-Tage-Inzidenzwert (Infektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche) von knapp über 80 zu Wochenbeginn sei noch nicht das Ende, blickte Rösel voraus. Vor einer Woche lag der Wert noch bei knapp 50. Gleichzeitig hätten rund 13 Prozent aller Einwohner des Altmarkkreises mittlerweile die Erstimpfung erhalten, hieß es.

Unter diesen Umständen sei an einen normalen Unterricht in den Schulen (sogenannter Regelbetrieb) nicht zu denken, erklärte die Dezernentin. Es gebe die Tendenz, dass unter den täglichen Neuinfektionen auch immer eine Person unter zehn Jahren dabei sei. Derzeit ist unter anderem die Salzwedeler Comenius-Schule von einem positiven Corona-Befund betroffen – dort wollte der Kreisbildungsausschuss eigentlich am Montag tagen, musste aber in den Kreistagssaal ausweichen. Die kürzlichen Infektionen in der Kuseyer Grundschule seien unterdessen auf die britische Mutation zurückzuführen, erwähnte Kathrin Rösel am Rande des Ausschusses.

Über die kommenden Osterfeiertage sollte nun eine Impfaktion für alle Mitarbeiter von Schulen im Altmarkkreis stattfinden. Am Dienstag relativierte Landrat Michael Ziche: Der Impfstoff komme erst am Ostersonnabend, was die Planung durcheinanderwerfe. Plan B wäre ein späteres Impfen – der Landrat nannte dabei den Ostermontag.

Allerdings gab es Dienstag auf höherer Ebene erneut Diskussionen über den sicheren Einsatz des Vakzins von AstraZeneca. Mit der Folge, dass die Osterimpfaktion auch komplett abgesagt werden könnte, so Ziche.

Dessen ungeachtet sei die Resonanz aus den Bildungseinrichtungen auf dieses Angebot unterschiedlich ausgefallen, ging Kathrin Rösel näher ins Detail. Manche Bildungsstätten hätten fast einhundert Prozent Beteiligung zurückgemeldet, andere Einrichtungen wären wiederum deutlich zurückhaltender aufgetreten.

Eine Panne seitens des Landes hat es offenbar beim Liefern von Corona-Selbsttests für Schüler gegeben. Die seien nämlich unvollständig gewesen, so Schul- und Kulturamtsleiter Dr. Jochen Hofmann vor den Kreisabgeordneten. Die Nachlieferung wird für Ostersonnabend erwartet; getestet werden könnte dann ab Dienstag in den Schulen. Schneller ginge es nicht, antwortete Hofmann auf eine Nachfrage. Denn die Tests müssten erst auf Vollständigkeit und Verwendbarkeit geprüft sowie portioniert werden.

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