1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Salzwedel

Altmarkkreis mit der höchsten Impfquote bei den Zentren in Sachsen-Anhalt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Reuter

Kommentare

Menschen
Dezernentin Kathrin Rösel (v.l.) bedankte sich am Sonnabend, 15. Januar, bei Yves Müller, Leiter Impfzentrum, Dr. Yasmine Lahmann, Mitarbeiterin des Altmarkkreises Salzwedel, und Stabsfeldwebel Sascha Lohmeyer für die Unterstützung. © Christian Reuter

Im Impfzentrum des Altmarkkreises Salzwedel, zu dem die Standorte Salzwedel, Gardelegen und Kakerbeck gehören, wurden bis Mitte Januar schon rund 90.000 Impfungen gegen das Coronavirus vorgenommen. Damit liegt der Altmarkkreis bei der Impfquote in den Impfzentren an der Spitze in Sachsen-Anhalt. „Da sind wir stolz drauf“, sagte Kreisdezernentin Kathrin Rösel bei einem Besuch des Impfzentrums in Salzwedel am Sonnabend, 15. Januar.

Salzwedel. „Das Impfzentrum wird gut angenommen, einen wirklichen Leerlauf gibt es nicht“, informierte der Leiter Yves Müller auf AZ-Nachfrage. Bis zum 11. Januar hatten nach seiner Aussage 37.390 Menschen eine Erstimpfung im Impfzentrum des Altmarkkreises erhalten (Quote: 45,22 Prozent). Bei den Zweitimpfungen waren es 37.886 (45,82 Prozent) und bei den Auffrischungsimpfungen (Booster) 16.863 (20,39 Prozent). Ergibt eine Gesamtzahl von 89.423 Impfungen, allein im Impfzentrum.

Menschen
Stabsfeldwebel Sascha Lohmeyer überprüfte die Anamnesebögen von Maxine Eva (v.l.) und ihrer Schwester Leni; die Mutter Andrea Eva begleitete ihre Töchter. © Christian Reuter

Dazu kommen noch die Impfungen in den Hausarztpraxen. Dort wurden bis zum 11. Januar 48.185 Impfungen vorgenommen. Die Gesamtzahl aller Impfungen lag damit im Kreis bei 137.608, die Quote bei der Erstimpfung bei 68,1 Prozent, bei der Zweitimpfung bei 68,67 Prozent und bei der Auffrischungsimpfung bei 35,29 Prozent.

Menschen
Leni Eva mit ihrer Mutter und der Schwester bei der Anmeldung zum Impfen. Altmarkkreis-Mitarbeiter Christian Buchmannkowski half ihnen dabei. © Christian Reuter

Zurück zum Impfzentrum des Altmarkkreises. Der Standort in Salzwedel befindet sich inzwischen im ehemaligen Drogeriemarkt Rossmann in der Altmark-Passage. Seit dem Start am 16. November gab es dort laut Müller schon rund 9.000 Impfungen. Kathrin Rösel verwies darauf, dass der Kreis zu wenig Hausärzte habe und deshalb schon im September gegenüber dem Sozialministerium in Magdeburg signalisiert habe, das Impfzentrum nicht zu schließen. „Wichtig ist, dass wir jedem ein Impfangebot machen, der es möchte“, sagte Rösel. Vor allem wetterbedingt sei der Umzug des Salzwedeler Impfzentrums von der Bahnhofstraße in den alten Rossmann-Markt erfolgt, in Zusammenarbeit mit der Stadt Salzwedel. „Die Bürgermeisterin Sabine Blümel hat uns dabei sehr unterstützt“, betonte Yves Müller.

Menschen
Leni Eva aus Schnega wurde von Schwester Rita Korneck geimpft. Für sie und ihre Schwester Maxine war es bereits die dritte Impfung gegen Covid-19. © Christian Reuter

Und wie klappt es mit dem Liefern der Impfstoffe? „Die Einschränkungen bei BionTech konnten wir mit Moderna ausgleichen, wir haben nie jemanden wegschicken müssen, der sich impfen lassen wollte“, so der Leiter des Impfzentrums. Leider gebe es auch mal Beschimpfungen des Personals, aber das seien Einzelfälle. „Wir erhalten auch viele lobende Worte. Und als es in der Stadt eine Demo mit 300 Teilnehmern gab, hatten wir in der gleichen Woche 3.500 Impfungen“, stellte Müller klar.

Auch interessant

Kommentare