Pestalozzi-Halle: Neu bauen oder sanieren? / Schulleiterin will Sportunterricht nicht ausfallen lassen

Altmarkkreis lotet Varianten aus

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Ein Neubau der Sporthalle der Pestalozzi-Schule und der Schule „Unterm Regenbogen“ würde um die zwei Millionen Euro kosten. Wenn das Bauvorhaben beginnt, müssen die rund 200 Mädchen und Jungen sowie zehn Vereine auf andere Hallen ausweichen. 

Salzwedel. Die Sporthalle der Pestalozzi-Schule und der Schule „Unterm Regenbogen“ soll saniert oder neu gebaut werden – dies steht noch nicht fest. Derzeit werden Finanzpläne erstellt, welches Vorhaben wirtschaftlicher sei.

Egal, wie der Kreistag – Schulträger ist der Altmarkkreis Salzwedel – sich entscheidet: Die Mädchen und Jungen beider Schulen müssen während Neubau- oder Sanierungsphase ihren Sportunterricht woanders absolvieren.

Teilweise dringt Regenwasser durch das Dach der Pestalozzi-Halle. In einem Lagerraum sind deutliche Spuren zu erkennen.

Insgesamt werden rund 200 Kinder und Jugendliche an der Pestalozzi-Schule und in der Schule „Unterm Regenbogen“ unterrichtet. Diese haben ihren Sportunterricht in der Turnhalle zwischen den Bildungsstätten an der Amtsstraße. Doch nun soll die in die Jahre gekommene Halle mit DDR-Standard auf Vordermann gebracht werden. Für Pestalozzi-Schulleiterin Kathrin Lütkemüller heißt das: umdenken. „Bislang steht noch kein Termin fest, ab wann die Sporthalle für uns nicht mehr zur Verfügung steht“, sagte Lütkemüller.

Nicht barrierefrei: Ein Grund, warum die Sporthalle für Förder- und behinderte Schüler saniert bzw. neu gebaut werden muss.

Auch wenn noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht, ist Kathrin Lütkemüller vorbereitet. Wenn das Wetter mitspielt und es warm ist, können die Mädchen und Jungen draußen Turnen. In den Wintermonaten könnte sich die Leiterin der Pestalozzi-Schule vorstellen, den Sportunterricht in die Klassenräume oder in die Aula zu verlegen. „Wir haben auch die Möglichkeit, die Schüler zur Sporthalle der Berufsschule zu fahren, denn wir besitzen einen kleinen VW-Bus in den acht Schüler platz nehmen können“, sagte Lütkemüller. „Doch bei einer Klassengröße von zwölf Kindern muss zweimal gefahren werden. Das nimmt schon viel Zeit in Anspruch. Zudem können wir das einmal mit einer Klasse machen, aber die ganze Bauzeit über wird sehr schwierig, und wird für die Mädchen und Jungen zur Last.“

Es gäbe noch eine weitere Möglichkeit: und zwar die nahe Turnhalle der Perver-Grundschule. Diese gehört jedoch einem anderen Schulträger – der Hansestadt Salzwedel. Aber: Als die Mehrzweckhalle im Perver gebaut wurde, nutzten die Schüler aus dem Perver die Sporthalle der Pestalozzi-Schule. Warum dann nicht mal umgekehrt? „Dies muss die Stadt entscheiden, da dieses Gebäude von Salzwedel finanziert wird, wir gehören zum Altmarkkreis“, blickt Kathrin Lütkemüller auf die verschiedenen Instanzen der Schulträger, die das aushandeln müssen.

Amanda Hasenfusz, Pressesprecherin des Altmarkkreises, äußerte sich zur Pestalozzi-Hallen-Problematik auf AZ-Nachfrage wie folgt: „Das Förderprogramm und die Details werden derzeit erarbeitet. Als Ausweichquartiere können in begrenztem Rahmen andere Salzwedeler Sporthallen wie die Lessing-Sporthalle, die Agricola- und Jahn-Sporthalle und die Turnhalle der Berufsschule mit genutzt werden.“

Von Paul W. Hiersche

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