Kreis und Polizei legen gemeinsames Sicherheitskonzept vor

Im Altmarkkreis: Das gilt am Vatertag für alle

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Landrat Michael Ziche (v.l.), Dezernent und Ordnungsamtsleiter Hans Thiele und Altmarkkreis-Polizeichef Oberrat Sebastian Heutig unterzeichneten gestern das gemeinsame Sicherheitskonzept für den Vatertag.

Altmarkkreis – „Wir haben uns das Corona-Virus nicht ausgedacht, und wir haben uns auch die Auflagen nicht ausgedacht."

Landrat Michael Ziche, sein Dezernent und Ordnungsamtsleiter Hans Thiele und Altmarkkreis-Polizeichef Sebastian Heutig unterzeichneten gestern ein Sicherheitskonzept speziell für den diesjährigen Vatertag (21. Mai) unter Corona-Bedingungen.

Zuvorderst seien dabei die Städte und Gemeinden als Gefahrenabwehrbehörden vor Ort in der Pflicht, so der Landrat. „Wir treten hier aber im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes auf“, machte er deutlich. Und ist sich mit Polizeioberrat Sebastian Heutig einig: „Wir haben alle das gleiche Schutzziel – Ansteckungen zu vermeiden und ein Verbreiten des Corona-Virus zu verhindern.“

In Abstimmung mit den Bürgermeistern im Kreis wurden Kontrollschwerpunkte festgelegt (siehe Infokasten). Nicht nur an diesen ist am Vatertag mit verstärkter Polizeipräsenz zu rechnen, so Sebastian Heutig. „Wir setzen auf Prävention aber auch auf Strafverfolgung“, machte der Polizeichef deutlich, dass seine Beamten bei Verstößen nicht nur „Du! Du!“ machen werden und bei Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung keinen Spaß verstehen.

Auch der Kreis ist auf Kontrolltour. Dezernent und Ordnungsamtsleiter Hans Thiele schickt am Vatertag insgesamt acht Teams los. Diese haben die Kontrollschwerpunkte im Auge. Aber nicht nur. Seit gestern sind bereits einige der Teams unterwegs. Diese bestehen aus Mitarbeitern des Ordnungsamtes und des Lebensmittelüberwachungsamtes. Denn sie sollen auch im Rahmen der Speisegaststätteneröffnungen tätig werden.

„Es geht uns in erster Linie darum, den Wirten unter die Arme zu greifen. Wir haben uns dort umgeschaut, um noch Fragen zu beantworten“, so Thiele, der ebenfalls deutlich macht, dass am Vatertag keine Verstöße gegen die Sondergenehmigungen geduldet würden. So wurden in Absprache mit den Gemeinden in diesem Jahr auch keine Einzelschankgenehmigungen wie zum Beispiel Bierstände von Vereinen in den Dörfern erteilt, sagte der Dezernent.

Bis gestern lagen dem Altmarkkreis 49 Anträge von Speisegaststätten vor, die zum Vatertag öffnen wollen. 46 Anträge seien positiv beschieden worden, zwei hätten nicht genehmigt werden können, der übrige hätte wieder zurückgezogen, berichtete der Landrat. Speisegaststätten, die zum Himmelfahrtstag noch öffnen wollen, müssen bis spätestens heute, 12 Uhr, einen Antrag beim Kreis einreichen. Hans Thiele wies darauf hin, dass immer noch Anträge eingehen, weil viele Wirte von ihren Kollegen erfahren hätten, dass die Auflagen gar nicht so schwer umzusetzen seien. „Wir gehen bei der Genehmigung nicht nach einem starren Hygiene-Konzept vor, sondern prüfen individuell, welche Möglichkeiten vorhanden sind. Vieles ist mit wenigen Maßnahmen zu machen“, führte Thiele aus.

„Das Konzept für die Sondergenehmigungen, die auch für die Speisegaststätten gelten, die erst ab 22. Mai öffnen wollen, stammt übrigens nicht von uns, sondern aus der Branche“, ergänzte Landrat Michael Ziche und nannte den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) als Urheber.

VON HOLGER BENECKE

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