Welche Versicherung kommt für welchen Schaden auf? / Tipps der Verbraucherzentrale

Altmark: Sturmtief „Eberhard“ hinterlässt Spuren

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Ist ein nachweislich morscher Baum umgestürzt und hat ein Auto beschädigt, muss der Baumbesitzer oder dessen Haftpflichtversicherung für die Schäden aufkommen. 

Altmark / Magdeburg – Sturmtief „Eberhard“ hat am Wochenende auch in Sachsen-Anhalt Spuren hinterlassen. Das ist Anlass für die Verbraucherzentrale, darüber zu informieren, welche Versicherung welche Schäden übernimmt.

Für Sturmschäden haften die Wohngebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen, allerdings erst ab Windstärke 8 (62 Stundenkilometer).

Dazu reicht es meist, wenn es eine offizielle Sturmwarnung gegeben hat. Wurde durch den Sturm ein Gebäude beschädigt, ist dies ein Fall für die Wohngebäudeversicherung. Ist Hausrat zum Spielball des Sturms geworden, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung nur abgedeckt, wenn dieser während der Böen in einem Gebäude untergebracht war und beschädigt wurde. Die Teilkaskoversicherung des Autohalters ist für Fahrzeugschäden zuständig, wenn der Sturm Dachziegel auf ein geparktes Auto geschleudert hat.

In der Regel ist nur der Zeitwert des Fahrzeugs versichert. Zudem wird die vereinbarte Selbstbeteiligung von der Entschädigung abgezogen. Stürzt ein Baum durch den Sturm auf ein Fahrzeug, tritt ebenfalls die Teilkasko ein. Hingegen haftet die Vollkasko, wenn ein Baum auf die Fahrspur fällt und ein Fahrzeug auffährt, da rechtzeitiges Bremsen nicht möglich war. Ist ein nachweislich morscher Baum umgestürzt und hat ein Haus oder Auto beschädigt, muss der Baumbesitzer oder dessen Haftpflichtversicherung für die entstandenen Schäden aufkommen.

Im Fall eines Schadens ist es wichtig, diesen umgehend und wahrheitsgetreu der Versicherung zu melden und die weitere Verfahrensweise abzustimmen. Der Versicherte ist außerdem verpflichtet, alles zu unterlassen, was die Schadenfeststellung durch den Versicherer erschweren könnte.

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