Nur wenig gefragt

Altmark ist Schlusslicht beim Kinderpflegekrankengeld

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Die Pflege kranker Kinder ist nicht allein Frauensache. In Sachsen-Anhalt kümmern sich immer mehr Männer darum.

ct Altmark. Immer mehr Altmärker nutzen die Möglichkeit, während der Pflege ihres kranken Kindes finanzielle Unterstützung von ihrer Krankenkasse zu erhalten. Das ergab eine Auswertung des wissenschaftlichen Instituts der AOK.

Auch immer mehr Männer bleiben mit dem kranken Kind zu Hause.

Kinderpflegekrankengeld ist eine Leistung der Krankenkasse, um berufstätige Eltern finanziell zu unterstützen. Landesweit haben 5,5 Prozent aller AOK-Mitglieder dieses Angebot genutzt, womit Sachsen-Anhalt nach Sachsen und Thüringen im bundesweiten Ranking auf Platz 3 liegt. Mit 4,4 Prozent im Altmarkkreis und 4,7 Prozent im Landkreis Stendal bleibt die Altmark allerdings unter dem Landesdurchschnitt. Dies liege vor allem daran, dass die Quote der erwerbstätigen Mütter hier niedriger ist als in anderen Regionen, bilanziert die Kasse.

Auch unter den Gemeinden des Landes gibt es große Unterschiede. Spitzenreiter ist Schkopau. Hier hat 2016 mit 12,1 Prozent der Krankenkassen-Mitglieder der größte Anteil Kinderpflegekrankengeld beansprucht. Am wenigsten genutzt wird diese Leistung in Diesdorf (3,1 Prozent), der Stadt Oberharz am Brocken (3,0 Prozent) und in Kuhfelde (1,9 Prozent). Arendsee schneidet mit 3,3 Prozent nicht viel besser ab. Gardelegen, Salzwedel und Stendal entsprechen mit 4,5 Prozent dem Altmarkdurchschnitt. Regionale Spitzenreiter sind Havelberg (6,4 Prozent), Goldbeck (5,8) und Tangermünde (5,6).

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