Offener Brief an Ministerin

Altmark: Landesjägerschaft will Nachbesserung bei Wolfsmanagement

„Der Abschuss darf kein Ausschlussdogma sein“, fordert der Landesjagdverband beim Thema Wolf.
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„Der Abschuss darf kein Ausschlussdogma sein“, fordert der Landesjagdverband beim Thema Wolf.

Altmark – Die Landesjägerschaft Sachsen-Anhalt hat sich jetzt mit einem offenen Brief an die Landesumweltministerin Claudia Dalbert gewandt.

Wobei vor allem zwei Themen den Verband umtreiben – der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest und die Zahl der Wolfsrisse, die zugenommen hat.

In Sachen Wolf fordern die Jäger eine Präzisierung des Wolfsmanagements. „Die Entnahme auffälliger Wölfe darf kein Ausschlussdogma mehr sein“, heißt in dem Schreiben des Präsidenten des Jagdverbandes, Dietmar Specht. Außerdem müsse auch die Vergrämung auffälliger Wölfe kurzfristig aufgenommen werden.

Begründet werden diese Forderungen durch eine Zunahme der Übergriffe auf Nutztiere in der Nähe von oder sogar in Ortschaften. „Die Erwartungshaltung sowohl der Weidebesitzer als auch aller Nutztierhalter bezüglich einer Hilfe durch uns Jäger wächst“, heißt es im Schreiben.

In Sachen Afrikanische Schweinepest setzt sich der Jagdverband für einen Runden Tisch zum Thema ein, um die Ausbreitung zu verhindern. Da die meisten Hauptverkehrsachsen von Brandenburg in den Westen über Sachsen-Anhalt führten sei eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest sei nicht auszuschließen. Denn die Rahmenbedingungen zum Beispiel für erweiterte Abschüsse von Schwarzwild müssten geklärt werden. Dabei sei eine Zusammenarbeit mit anderen Verbänden unabdingbar. Vor allem in Sachen Proben und Abstimmung der Einsatzpläne sei dies notwendig.  (loh/pm)

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