Experten raten: Füttern auf Notzeit beschränken

Altmark: Deutsche Gartenfreunde geben Tipps zur Vogelfütterung im Winter

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Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde rät Vogelfreunden bei der Fütterung im Winter dazu, Vogelhäuser regelmäßig zu reinigen und täglich nur ein bisschen Futter einzustreuen.

acb Altmark. Kaum wird es kühler, finden sich Meisenknödel und Co in jedem Supermarkt. Und viele Tierfreunde greifen gern zu.

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) rät in einer Pressemitteilung jedoch, das Füttern auf echte Notzeiten mit Dauerfrost und geschlossener Schneedecke zu beschränken. Denn ob Vögel die Hilfe von den Menschen wirklich brauchen, darüber streiten die Experten. Aber wer sich an einige Regeln hält, kann ohne schlechtes Gewissen das bunte Treiben an der Futterstelle genießen.

„Eine Vogelfutterstelle im Garten ist eine tolle Möglichkeit, die heimischen Sänger besser kennenzulernen“, erklärt Thomas Wagner, Fachberater des BDG. „Denn hier lassen sie sich gut beobachten, ohne dass Blätter und Zweige die Sicht versperren.“ Damit Vogelfreunde nicht mehr Schaden anrichten als nutzen, sollten jedoch einige Dinge beachtet werden.

In geschlossenen Futterspendern ist das Futter vor Nässe und Frost geschützt und verdirbt nicht so schnell. Außerdem können die Vögel nicht darin herumlaufen und es mit ihrem Kot verschmutzen. Wer ein klassisches Vogelhäuschen verwendet, sollte dieses regelmäßig reinigen und täglich nur ein bisschen Futter einstreuen.

Maisknödel sind laut dem BDG nicht für die Fütterung geeinet. In diesen können sie sich verharken. 

Allerdings werden Meisenknödel oft in Plastiknetzen angeboten. In diesen können sich die Tiere mit ihren Beinen verhaken und verletzen. Knödel ohne Netz oder Futterglocken sind daher, neben Futterspendern, die bessere Wahl. Für Körnerfresser wie Meisen, Finken und Sperlinge sind Sonnenblumenkerne ein gutes Basisfutter. Körnermischungen bieten für jeden einen Leckerbissen. Rotkehlchen, Amsel oder Zaunkönig sind Weichfutterfresser. Für sie können Haferflocken, Obst oder Rosinen verwendet werden. Hier ist es besonders wichtig, dass das Futter frisch ist und nicht verdirbt. Essensreste oder Brot sind schädlich für die Vögel. Davon können die Tiere krank werden.

Die Futterplätze sollten gut einsehbar sein. So macht das Beobachten mehr Freude, aber vor allem können sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen. Die Fensterscheiben sollten einige Meter entfernt sein, damit die Vögel nicht dagegen fliegen. Alternativ kann ein Futterspender direkt an der Scheibe angebracht werden. Das ist zum Beispiel eine gute Lösung für Balkone.

Auch ohne Futterstation können Gartenbesitzer etwas für Vögel tun. Heimische Sträucher wie Hagebutte, Weißdorn oder Berberitze tragen ihre Früchte bis weit in den Winter – und sind eine tolle natürliche Futterquelle für Körnerfresser. Auch heimische Stauden wie Disteln, Wald-Engelwurz oder Wilde Karde bieten gute Winternahrung – weshalb die Blütenstände erst nach der Kälte zurückgeschnitten werden sollten. Grundsätzlich gilt: lieber wild als ausgefegt. Denn wo es viele kleine Verstecke für Insekten gibt, finden auch die gefiederten Freunde genügend Nahrung.

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