Er hatte sich im Internet als seine Ex-Geliebte ausgegeben und dort sexuelle Dienste angeboten 

Altmärkischem Pastor droht Entfernung aus dem Pfarrdienst

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Der Angeklagte, ein Pfarrer aus der Altmark (l.) und sein Verteidiger Reiner Wilkens vor dem Stendaler Landgericht.

Altmark/Erfurt – Dem zu drei Jahren Haft verurteilten Pfarrer aus der westlichen Altmark, der sich im Internet als seine Ex-Geliebte ausgegeben und Sie für Sex angeboten hatte (AZ berichtete), drohen nun der Entzug der Ordinationsrechte und die Entfernung aus dem Pfarrdienst.

Das kündigte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) gestern an.

„Das Ausmaß der im Gericht verhandelten Taten entsetzt uns“, erklärte Oberkirchenrat Michael Lehmann, Personaldezernent der EKM. „Unser Mitgefühl gilt der geschädigten Frau, die Bedrohung und Demütigung erfahren hat und in einer schrecklichen Gefahr schwebte“, heißt es in der Presseerklärung der EKM weiter. Wenn das Urteil rechtskräftig wird, „werden wir zügig und konsequent handeln“.

Formal könne das Disziplinarverfahren allerdings erst fortgeführt werden, wenn das Urteil rechtskräftig ist.

VON ULRIKE MEINEKE

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