Gnodtke (CDU), Höhn (Linke) und Faber (FDP) arbeiten im selben Bundestagsausschuss

Altmärkische Abgeordnete setzen auf Verteidigung

Altmark / Berlin. Ein halbes Jahr nach der Wahl sind die Aufgaben im Bundestag verteilt. Drei von vier altmärkischen Abgeordneten arbeiten im Verteidigungsausschuss mit. Das ist wohl eher ein Zufall.

Obwohl die politischen Ansichten grundverschieden sind, verbindet die drei eine Gemeinsamkeit: Sie haben alle bei der Bundeswehr gedient.

Eckhard Gnodtke (CDU)

Er habe sich um die Mitarbeit im Verteidigungsausschuss bemüht, da es in der Region mit dem Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark sowie in Havelberg und Klietz drei Bundeswehrstandorte gibt, berichtet Eckhard Gnodtke (CDU). Im Ausschuss könne er über deren Entwicklung unmittelbar mitentscheiden. Es gehe nicht nur um 2500 Soldaten und zivile Beschäftigte, sondern mit Familienangehörigen um rund 10 000 Menschen. „Mit den Bau-, Umbau- und Beschaffungsmaßnahmen, die anfallen, stellt die Bundeswehr darüber hinaus einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor dar“, sagt der Depekolker.

Matthias Höhn (Linke)

„Ich möchte eine Bundeswehr, die sich nur auf die Landesverteidigung konzentriert und nicht für weltweite Einsätze trainiert wird, wie es derzeit in der Altmark geschieht“, erklärt Matthias Höhn (Linke). Auch für ihn sei der Verteidigungsausschuss die „Wunschbesetzung“. In den vergangenen Wochen sei viel über die „kaputtgesparte Bundeswehr“ berichtet worden. „Unsere Soldaten brauchen eine ordentliche Ausrüstung, dies natürlich auch für die Bundeswehrstandorte in der Altmark. Verschwiegen wird jedoch regelmäßig, dass im Vergleich zu 2014 heute 20 Prozent mehr Mittel für die Bundeswehr zur Verfügung stehen“, so der Abgeordnete der Linken.

Marcus Faber (FDP)

Der Stendaler Marcus Faber (FDP) verweist auf seine Erfahrungen im Bereich Sicherheitspolitik aus seiner Tätigkeit im FDP-Bundesvorstand. „Auch wenn Sachsen-Anhalt mit die wenigsten Bundeswehrstandorte im Bundesländervergleich hat, so sind diese nicht unbedeutend“, hebt er die Bedeutung des Themas hervor. Die Altmark wie auch ganz Sachsen-Anhalt habe in den vergangenen Jahren Bundeswehrpräsenz verloren. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die verbleibenden Truppenteile auch wirklich bleiben. Die Bedeutung des Gefechtsübungszentrums Heer für die Region soll wachsen“, fordert er.

Von Christian Wohlt

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