Hochwasser: DRK schickt mobile Sanitäter / THW löst heute Kameraden ab

Altmärker im Krisengebiet

Hochwasser
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Dieser erschreckende Anblick erwartete die altmärkischen DRK-Angehörigen im Krisengebiet.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Sonnabendnacht riss der Alarm vier DRK-Angehörige aus dem Schlaf. Gegen 4 Uhr hatten Torsten Mayer, Michael Boest und Marcel Gabriel (alle Salzwedel) sowie Florian Paul (Wasserwacht Klötze) zwei Krankentransporter beladen und düsten los zum Nürburgring. Doch nicht, um dort ihre Autos zu testen. Die Männer sind im Hochwassereinsatz.

Der Sammelplatz Nürburgring: Statt rennstarker PS-Boliden dominieren die Fahrzeuge der Helfer das Bild.

Salzwedel / Bad Neuenahr / Ahrweiler – Gegen Mittag trafen sie auf dem Bereitstellungsplatz der Helfer am Nürburgring ein. Von dort aus ging es in die Einsatzgebiete. Ihre Aufgabe dort: Behandlungsplätze betreuen. Und zwar für die vielen freiwilligen Helfer, aber auch die Hochwasseropfer. Denn viele Menschen verletzen sich bei den Aufräumarbeiten. Dann stehen die DRK-Angehörigen aus Salzwedel zusammen mit ihren bayrischen Kollegen bereit.

Mobiler Behandlungsplatz: Die Altmärker schlagen ihr Lager überall dort auf, wo sie gebraucht werden.

Der enge Kontakt zum heimischen Kreisverband läuft über Michael Seeger, der von Salzwedel aus die Hilfsmaßnahmen koordiniert.

Teamwork: Thorsten Mayer aus Salzwedel arbeitet im Einsatzgebiet mit einer bayrischen Ärztin zusammen.

Auch aus anderen Bundesländern hat das DRK Helfer ins Krisengebiet entsandt. Aus Sachsen-Anhalt sind bereits seit Mittwoch vergangener Woche zehn Kameraden im Süden im Einsatz. Nun schickte der Landesverband noch einmal Helfer, darunter die vier Altmärker, und stockte auf 37 Aktive auf, berichtete DRK-Landessprecherin Annemarie Söder.

Torsten Mayer beim Verarzten von Patienten.

Alarm gab es gestern auch beim THW in Salzwedel. Der Ortsverband muss Ablösung für Kameraden schicken, die dort unten schon tagelang im Einsatz sind, berichtete Salzwedels THW-Chef Nico Lesch. Er setzt heute früh zwei seiner bewährtesten Helfer in Marsch: Zugführer Constantin Chmelka und Kfz-Spezialist Valentin Georg.

Florian Paul aus Klötze bereitet den Krankentransporter für die nächsten Patienten vor. Dieser fungiert als mobiler Behandlungspunkt für Helfer, die sich verletzt haben.

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