Altes Depot: Ohne Moos nichts los

Seit vier Monaten steht das alte Feuerwehrdepot leer. Die Idee, dort ein Haus der Vereine und Markthallen einzurichten, scheiterte am Geld. Nun wird über einen Verkauf nachgedacht.

SALZWEDEL (mei). Markthalle, Haus der Vereine – alles momentan vom Tisch, weil zu teuer. Was aus dem leergezogenen Feuerwehrdepot an der Sankt-Ilsen-Straße wird, ist offen. Die Stadt schließt nicht aus, die markanten Gebäude zu verkaufen. Möglich sei aber auch eine Eigennutzung, auch wenn im Moment unklar ist, wofür, sagte Marketingamtsleiter Olaf Meining gestern auf Nachfrage.

Die Idee der Werbegemeinschaft, aus dem Depot ein Haus der Vereine zu machen, war vom Hauptausschuss verworfen worden. Die Stadträte verwiesen auf die Kosten und die Konsolidierung. Allein die Heizkosten lagen bei 20 000 Euro im Jahr. Die möglicherweise durch Mieteinnahmen der Vereine aufgefangen worden wären. Damit wäre allerdings noch nichts saniert, renoviert und für den neuen Zweck hergerichtet. Aus diesem Grund ist dieser Gedanke nicht weiter verfolgt worden.

Leerstehende Gebäude kosten bekanntlich Geld. Momentan wird das ehemalige Feuerwehrgerätehaus durch die Grundstücks- und Gebäudeverwaltung der Stadt betreut. Es fallen lediglich Versicherungskosten an.

Nicht mehr aktuell ist damit auch die Idee von Altbürgermeister Siegfried Schneider, die beiden Fahrzeuggaragen zu Markthallen umzufunktionieren, die bei Stadtfesten und größeren Ereignissen wie Weihnachts- und Diomarkt einbezogen werden könnten. Denn die Markthallenidee hätte nur in Kombination mit dem Haus der Vereine funktioniert, weiß Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Er findet es „traurig“, dass aus dem Konzept nichts wurde. „Viele hatten sich schon darauf gefreut“, sagte er gestern gegenüber der AZ. Sollte das 1989 fertiggestellte Depot, das seither immer wieder durch Rissbildung für Schlagzeilen gesorgt hat, verkauft werden, dann hofft Jost Fischer auf seinen seriösen Käufer. „Verkauft ist schnell“, spielt er auf das ehemalige Pionierhaus (Lyzeum) an, das seit 15 Jahren leersteht, aber nun wie berichtet zum Kunstmuseum werden soll.

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