Gemeinde unterstützt und verweist auf Verbandsgemeinde

Altensalzwedeler Wehr benötigt Anbau: „Wir sind kein Lückenbüßer“

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Die Feuerwehr Altensalzwedel und der Förderverein wünschen sich einen Sanitärbereich an ihrem Gerätehaus. Der Apenburger Gemeinderat sagte Unterstützung zu, ohne Zahlen zu nennen. Die Ratsmitglieder wollen die Gemeinde aber nicht als Notnagel für den Träger der Freiwilligen Feuerwehren, die Verbandsgemeinde, sehen.

Altensalzwedel. „Wir sind aber kein Lückenbüßer für die Verbandsgemeinde“, stellte Joachim Rieseberg, Mitglied des Apenburg-Winterfelder Gemeinderates, am Dienstagabend klar. Der Rat tagte im Apenburger Bürgerhaus zum Thema Gerätehausanbau in Altensalzwedel.

Die Aktiven der Feuerwehr wünschen sich dort dringend Sanitäranlagen, denn das Gerätehaus ist noch auf dem Stand von 1974 – also eine Garage in der neben der Technik auch die Einsatzkleidung hängt. Einen Wasseranschluss gibt es nicht.

Träger der Feuerwehren ist die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf. Sie müsste die Kosten für einen Anbau tragen, doch die Finanzlage erschwert die Ausführung. „Wir stellen schon seit fünf Jahren bei der VG den Antrag“, berichtete Wehrleiter Andreas Mattausch den Ratsmitgliedern. „Woanders kann man wenigsten mal zur Toilette gehen und sich die Hände waschen, wenn man vom Einsatz kommt“, erzählte Mattausch. Er berichtete auch, dass der Förderverein der Wehr sich an den Kosten mit einem hohen Eigenanteil beteiligen wolle. Die Gesamtkosten schätzte Mattausch auf 80 000 Euro.

Bürgermeister Harald Josten bescheinigte den Aktiven ein „berechtigtes Interesse“, verwies aber deutlich auf die Zuständigkeit der VG. Mattausch bekräftigte das Interesse mit einem Blick auf das Durchschnittsalter seiner Truppe: „Wir sind bei einem Altersschnitt von 30 bis 35 Jahren.“ Damit verdeutlichte er, dass ein Anbau nicht nur für eine kurze Zeit genutzt würde.

VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann und Frank Leskien, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses, hatten sich das Gerätehaus in Altensalzwedel jüngst angeschaut und die Notwendigkeit ebenfalls bestätigt, berichtete Bürgermeister Harald Josten.

Zum Ende der Versammlung bekräftigte der Rat seine Bereitschaft das Projekt zu unterstützen, ohne allerdings Zahlen zu nennen. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder dafür. Zuvor hoben Joachim Rieseberg und Ninett Schneider allerdings den mahnenden Zeigefinger. „Wir sind grundsätzlich dafür, aber klar ist auch: Wir sind nicht der Träger der Feuerwehr“, sagte Schneider. Rieseberg ergänzte: „Das sollte keine Schule machen, falls wir für die VG einspringen.“

Von David Schröder

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