Äußerst flexibel und super schnell

Salzwedel: Kita-Eigenbetrieb kann sofort von Notbetreuung auf volles Programm gehen

+
Kita-Eigenbetriebsleiterin Doris Gensch hat mit ihren Mitarbeitern nicht nur die Notbetreuung im Griff. Alle zwölf Einrichtungen sind geöffnet und könnten sofort wieder in den Vollbetrieb mit 1182 Kindern gehen.

Salzwedel – Im Salzwedeler Kita-Eigenbetrieb läuft die Notbetreuung rund. Von insgesamt 1182 Krippen-, Tagesstätten- und Hortplätzen müssen laut Vorgabe 699 Notbetreuungsplätze vorgehalten werden.

Von diesen waren gestern 333 belegt, berichtet Doris Gensch, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs. Übrigens war keine der zwölf städtischen Einrichtungen auch nur einen Tag geschlossen, und es gab auch keine Einschränkungen in den Öffnungszeiten. Alle Standorte sind von 6. 30 bis 17 Uhr geöffnet. Allerdings gibt es keinen Publikumsverkehr – die Kinder werden am Eingang in Schleusen übernommen und übergeben.

„Wir können problemlos sofort sämtliche Notbetreuungsplätze bedienen oder auch den Vollbetrieb aufnehmen“, ist Doris Gensch stolz auf die hohe Flexibilität ihrer rund 190 Mitarbeiter. Darunter übrigens 30 Erzieherinnen, die für ihre Kinder selbst eine Notbetreuung benötigen. Gensch lobt nicht nur die Erzieherinnen, sondern auch die Reinigungskräfte und die Hausmeister, denen in Corona-Zeiten einiges mehr abverlangt wird.

Kurzarbeit gab es im Eigenbetrieb nicht, die Mitarbeiter haben sich in Schichten und über ihre vorhandenen Zeitarbeitskonten organisiert. „Dadurch haben wir ein hohes Maß an Flexibilität. Wir können ganz schnell reagieren und sofort neue Gruppen aktivieren“, macht die Eigenbetriebschefin deutlich und verweist auf das Anmeldeverfahren, das ebenso fix funktioniert. Wer sein Kind bis 12 Uhr anmeldet, kann es bereits am nächsten Tag in die Notbetreuung schicken. Voraussetzung dafür ist aber, dass alle Unterlagen ausgefüllt werden. Das anderthalbseitige Formular dazu kann auf der Homepage www.kita-salzwedel.de heruntergeladen werden. Doris Gensch rät in diesem Fall, alles via Internet zu erledigen. So können offene Fragen schnell und problemlos per Mail geklärt werden. Bei Anträgen, die per Brief bzw. Fax kommen, seien Rückfragen nicht so schnell zu händeln, erläutert sie.

„Wir haben uns von Anfang an gut aufgestellt und an die Richtlinien gehalten“, resümiert Doris Gensch und sieht dadurch den reibungslosen Ablauf auch weiterhin gewährleistet. Nur manche Vorgaben aus der Politik kann sie manchmal einfach nicht nachvollziehen. Zum Beispiel die, dass Grundschüler in ihrer Klasse nur zu zehnt sitzen dürfen und anschließend in den Hort kommen, wo 15 Kinder in einer Gruppe sein dürfen.

VON HOLGER BENECKE

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare