Ämter haben alles im Blick

Salzwedels Fuchsberg ist unter Behördenaufsicht zum Müllberg geworden

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Müll ohne Ende liegt vor den ehemaligen Blöcken der Horst-Kompanie. Der Eigentümer kümmert sich nicht.

Salzwedel – Dort, wo einst jene kaserniert waren, die den gesamten Salzwedeler Fliegerhorst mit teilweise über 4000 Rekruten und Soldaten in Schuss hielten, die sogenannte Horst-Kompanie, ist heute gar keine Ordnung mehr. Am Ende der Siedlung des Friedens ist Salzwedel bunt.

Denn jede Menge Hausmüll, Asbest, Kühlschränke, Elektro- und Bauschrott, Reifen, überhaupt alles, was nicht mehr zu gebrauchen ist, wird dort abgeladen. Und das nicht erst seit heute.

Aus unserem Video-Archiv (August 2016)

 

Der Fuchsberg war nach Abzug des Militärs nach der Wende sich selbst überlassen und aufgrund seiner versteckten Lage schon immer ein ideales Gebiet für wilde Müllentsorger. Das genannte Gebiet ist seit 2017 Anlaufpunkt der Umweltschänder. Das Areal befindet sich in Privatbesitz. Hinweise vonseiten der Stadtverwaltung an den Eigentümer haben offenbar wenig gefruchtet. Im Gegenteil: Es kommt immer mehr Müll dazu. Und wie hieß es so schön vor über einem Jahr: Das Ordnungsamt der Stadt und das Umweltamt des Kreises hätten die Situation um die leer stehenden Blöcke im Blick. Doch nur blicken reicht nicht.

Gleich nach der Wende gab es für den Fuchsberg hochfliegende Pläne. Unter anderem: Ein Spielcasino sollte dort entstehen – mit Flugplatz, ein Golfplatz war ins Auge gefasst, die Salzwedeler Umgehungsstraße sollte über das Areal verlaufen. Es gab seinerzeit zahlreiche Untersuchungen – umgesetzt wurde kaum etwas. Mit Ausnahme eines Wohngebietes, zu dessen Weiterbau es aber dann auch nicht kam. Nur eines wuchs dort in den vergangenen Zeiten immer wieder – die Müllberge.

VON HOLGER BENECKE  

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