Storchenbetreuer Thomas Koberstein: „Viele heranwachsende Tiere leider gestorben“

Abwärtstrend beim Adebar

Thomas Koberstein ist einer von vier Storchenbetreuern.
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Thomas Koberstein ist einer von vier Storchenbetreuern.

Salzwedel / Altmark. Insgesamt teilen sich derzeit vier Adebar-Betreuer die große Fläche des Altmarkkreises Salzwedel. Neben dem Drömling, Kalbe und dem Altkreis Klötze ist es vor allem das Gebiet rund um Salzwedel, das umsorgt werden muss.

„Ich beobachte derzeit zum Glück nur einen leichten Abwärtstrend“, sagt Storchenbetreuer Thomas Koberstein verhalten. Der Salzwedeler kümmert sich um die Adebare rund um die Hansestadt.

Thomas Koberstein ist einer von vier Storchenbetreuern.

Insgesamt 21 besetzte Horste gibt es derzeit im Gebiet von Storchenvater Koberstein. „Es sind 15 Nester mit Jungen und sechs weitere ohne Jungtiere“, so der Betreuer zur AZ. Der leichte Abwärtstrend sei mit den diesjährigen Jungtierverlusten zu erklären, heißt es. „Viele heranwachsende Störche sind leider gestorben“, weiß Thomas Koberstein. Es hat also weniger Junge gegeben als in den Jahren zuvor. Anfang August werden die altmärkischen Adebare wieder gen Süden ziehen. Die Jungtiere beginnen zuerst mit der Reise, auch wenn es nicht selten Ausnahmen von der Regel gibt. Die Westzieher-Störche haben es ebenso eilig wie die sogenannten Ostzieher, wobei Letztere den weiteren Weg vor sich haben.

„Die Jungtiere treffen sich als Trupps, sie sammeln sich, dann geht es auf die Reise“, beschreibt Koberstein seine Beobachtungen. Der Salzwedeler ist für das Storchen-Beringungsgebiet von Hohenböddenstedt bis Höwisch und von Hoyersburg bis Saalfeld zuständig.

Auch bei seinen Kollegen gibt es immer wieder merkwürdige Fälle. So wurde zum Beispiel in Mehmke nach der Nilgans-Attacke im Vorjahr in diesem Jahr ein recht wechselhaftes Nistverhalten der Störche beobachtet. Besser sieht es dagegen auf dem Nest der Störche hoch oben auf dem Apenburger Schornstein an der Grundschule aus.

Bei der Abreise der Adebare aus der Altmark gibt es keine festen Gesetze. „Viel hängt von der Nahrung ab. Wenn sie mehr davon finden, so trödeln die Störche auf der Route“, weiß Thomas Koberstein.

Von Kai Zuber

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