Baumeister Schinkel ist am Werk

Abriss nach Pfingsten: Salzwedeler Wohnungen bekommen dann tolle Aussicht

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Die Nähe zum Tunnel wird für die Abrissprofis zur Herausforderung.

Salzwedel – Die Wohnungsbaugenossenschaft lässt die Ernst-Thälmann-Straße 27 bis 35 modernisieren. Nachdem der Fünfgeschosser neue Balkons und eine schicke Fassade bekommen hat, wird auf der anderen Seite des Blocks mit Hochdruck an den neuen Aufzügen gearbeitet.

Dort sind Baumeister Sebastian Schinkel und seine Männer von der Betoninstandsetzung und Fassadensanierung aus Hohendodeleben am Wirken.

Zwei Türme stehen bereits. Die Fundamente für zwei weitere sind vorbereitet, die Sockel wurden gestern gesetzt. Ab 20. Mai sollen die Türme gebaut werden, weiß Peter Winterhoff, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft. Für den fünften und letzten Turm an dem Wohnhaus laufen ebenfalls die vorbereitenden Arbeiten – dazu muss die Fassade noch aufgeschnitten werden.

Baumeister Sebastian Schinkel (v.r.), Mathias Lorenz und Olaf Tiede bereiten die Fundamente für das Aufstellen von zwei weiteren Aufzugstürmen vor.

Übrigens: Die Mieter der Thälmannstraße 27 bis 35 bekommen – je höher sie wohnen – von ihren neuen Balkons bald einen weiten Ausblick. Denn die davor stehende Thälmannstraße 17 bis 25 soll abgerissen werden. Die Vorbereitungen laufen, Fenster und Türen sind schon raus (wir berichteten).

Nach Pfingsten soll dann der eigentliche Abriss beginnen, blickt Vorstand Winterhoff auf seinen Plan. Die Wohnungsbaugenossenschaft hat sich dafür eines versierten heimischen Unternehmens versichert. Die Firma Furche hat zum Beispiel mit dem Abriss der Zuckerfabrik knifflige Projekte gemeistert. Und auch an der Ernst-Thälmann-Straße wird es nicht ganz einfach, denn der Block steht direkt neben dem Fußgänger- / Radfahrer-Tunnel am Schillerstraßenkreisel.

„Wir beginnen mit dem Abriss in der Mitte des Blocks, sodass die Giebel zum Zentrum hin zum Einsturz gebracht werden können“, schildert Firmenchef Günter Furche. „In einem Monat ist das Ding weg“, schätzt Furche aus seinen Erfahrungen von zahlreichen Abrissen, die meist um ein Vielfaches größere Dimensionen hatten.

Auch will er ein sogenanntes Staubbindegerät aufstellen, dessen fein versprühte Wassertröpfchen den beim Abriss zwangsläufig auftretenden Staub binden. Damit sollen die Nachbarn der Thälmannstraße 17 bis 25 vor Staubbelästigung geschützt werden.

Die Wohnungsbaugenossenschaft lässt den 50-Wohneinheiten-Block abreißen, weil dort zuletzt nur noch ein Dutzend Mieter wohnte. „Zudem hatten wir seit dem Kreiselbau an der Schillerstraße immer wieder Wasser im Keller“, berichtet Vorstand Winterhoff. Seit 2017 wurde der Block leer gezogen.

VON HOLGER BENECKE 

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