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Ab April Schluss mit dem unterirdischen Empfang

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Von: Holger Benecke

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Baustelle
Direkt an der Amerika-Linie lässt die Telekom in Ritze einen Funkmast errichten, der für das WLAN in den Zügen gedacht ist, aber auch die umliegenden Dörfer versorgt. © Benecke, Holger

Während die Avacon Connect gestern in Pretzier zum Glasfaserausbau geblasen hat (siehe oben), lässt die Telekom bereits ein neues Mobilfunknetz im Bereich Ritze bauen. In den weißen Flecken – also absolut unterversorgten Orten – geht es plötzlich richtig zur Sache.

Ritze - Die Telekom lässt in Ritze einen Antennenträger mit einer Höhe von 50 Meter errichten. Dieser ist dafür vorgesehen, ein weiteres Teilstück der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hamburg zu versorgen, teilte der Pressesprecher der Deutschen Telekom, Georg von Wagner, mit. Zuvor hatte darüber bereits Ortsbürgermeister Detlef Korneck in der jüngsten Ortschaftsratssitzung informiert.

Die Baumaßnahmen starteten bereits im Januar am Ende der Chüdenallee in Ritze unmittelbar vor dem Bahndamm der Amerika-Linie. Von Wagner rechnet mit einer Fertigstellung im April. Hintergrund: In den Zügen der Deutschen Bahn gibt es spezielle Bereiche mit WLAN-Versorgung für die Fahrgäste. Weiterhin ist im überwiegenden Teil der ICE-Züge auch Repeatertechnologie (Verstärker) installiert, die das Mobilfunksignal umliegender Sendeanlagen erfassen und den Fahrgastbereich damit versorgen, erläuterte Georg von Wagner. Die Fahrgäste können so das WLAN-Signal und auch das Mobilfunknetz nutzen, das zur Verfügung steht.

„Der geplante Mobilfunkstandort Ritze wird zukünftig auch die Ortschaft Ritze versorgen und steht damit unseren Kunden zur Nutzung zur Verfügung, das heißt, neben GSM für klassische Sprachtelefonie bieten wir unseren Kunden auch 4G/ LTE an, mit dem eine mobile Datenübertragung mit bis zu 150 Mbit/s möglich ist. Der Netzausbau geht weiter auch mit 5G“, sagt der Pressesprecher der Telekom.

Sehr zur Freude der Ritzer und umliegender Dörfer. Denn Ortsbürgermeister Korneck hatte gehofft, dass vom Bahn-WLAN etwas für seine Dörfer abfällt. Was die Telekom bestätigt. In den Orten, die ans Glasfasernetz sollen, ist die Handy-Lage mehr als prekär. Ein Teil der Einwohner bekommt das Signal aus Pretzier. Dazwischen liegt aber ein Berg, ein anderer Teil bekommt das Signal gerade noch so aus Salzwedel. Nun erhält Ritze einen Mast.

„Im Altmarkkreis Salzwedel plant die Telekom aktuell, 13 Mobilfunkstandorte zu errichten“, sagt Georg von Wagner. Und nennt Ross und Reiter: Ziemendorf, Kleinau, Jahrstedt, Jerchel, Jeseritz, Fleetmark, Dülseberg, Kassieck, Hestedt, Salzwedel, Köckte, Gladdenstedt und Ritze. „Auch von diesen geplanten Standorten wird die umliegende Bevölkerung profitieren“, verspricht Georg von Wagner. Und weiter: „Es ist unser Ziel, möglichst viele Haushalte und damit die Bevölkerung mit Mobilfunk zu versorgen. Der Ausbau unseres Mobilfunknetzes läuft unabhängig vom Ausbau des Glasfasernetzes.“

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