Planung kann erst Anfang 2012 in die Vollen gehen / 55- oder 35 000 Euro?

900-Jahr-Feier: Zeit drängt

Den Internationalen Hansetag im Juni 2008 kann die mit dem Hansefest kombinierte 900-Jahr-Feier 2012 sicher nicht toppen. Das Fest steht nächsten Mittwoch im Fokus des Stadtrates. Foto: Archiv / za

Salzwedel. „Mit 55 000 Euro wäre gut was zu machen“, hofft KulTour-Amtsleiter Joachim Mikolajczyk, dass der Stadtrat das Geld für die mit dem Hansefest kombinierte 900-Jahr-Feier 2012 nicht kürzt.

Egal, ob es bei 55 000 Euro bleibt oder der angekündigte Antrag von der Salzwedel-Land-Fraktion auf Kürzung um 20 000 Euro durchgeht – viel Zeit, die Festwoche mit Leben zu erfüllen, bleibt dem KulTour-Amt nicht. Nächsten Mittwoch entscheidet der Stadtrat, bis Neujahr dürfte wenig passieren, sodass die Organisation erst Anfang 2012 in die Vollen gehen kann.

Das Hansefest mit der 900-Jahr-Feier zu kombinieren, ist eine Idee aus dem Bürgerhaushalt 2010. Alexej Radloff von der Stadtwache hatte als seine „Idee für Salzwedel“ angeregt, bereits früh im Jahr 2011 mit der Planung zu beginnen. Nun ist das Jahr zu Ende, ohne dass es konkrete Planungen geben konnte. Fest steht jedoch schon, dass die Salzwedeler Ortschaften in das Anfang Juni stattfindende Fest einbezogen werden sollen. Mikolajczyk denkt an die Chöre, an die Kunst- und Kulturhochburg Tylsen. „Wir dürfen auch die Jugend nicht vergessen“, stellt sich der Fachmann vor, vielleicht auf den Local-Heroes-Fundus zurückzugreifen. Denn ein Rockkonzert mit Parkfest-Ausmaßen wird wohl nicht mehr zu bewerkstelligen sein. „Wir werden auch die Hanseflagge ordentlich hissen“, baut der KulTour-Amtsleiter auf die Präsentation vieler Hansestädte.

Weitere Ideen für den Höhepunkt 2012 sind eine Konferenz mit dem Arbeitstitel „Stadtentwicklung im 12. Jahrhundert“, eine Buchlesung, ein Marktgeschehen mit historischer Ausrichtung unter Beteiligung der Vereine, ein Mittelalter-Rock-Event und Kino im Burggarten, ein Umzug, offene Hinterhöfe und ein klassisches Konzert. Was davon im Rahmen einer Festwoche tatsächlich umsetzbar ist und was noch hinzukommen wird, bleibt abzuwarten. Die geplanten Theaterfestspiele jedenfalls dürften zeitlich nicht mehr drin sein, glaubt Joachim Mikolajczyk.

Von Ulrike Meineke

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