Öffentlich-Rechtliche-Versicherungen Sachsen Anhalt (ÖSA) ziehen Bilanz

60.000 Einzelschäden

Unwetter beeinträchtigten auch 2018 die Versicherungsbilanz.
+
Unwetter beeinträchtigten auch 2018 die Versicherungsbilanz.

Magdeburg / Altmark – Frederike - ein Name, der vielen Betroffenen noch immer einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Der Sturm zum Jahresanfang 2018 verhagelte den Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) teilweise die Bilanz.

Dennoch zog Peter Ahlgrim unter dem Strich doch eine positive Bilanz. Stolz verkündete der Vorstandschef auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz, dass die magische Marke bei den Versicherungsverträgen geknackt wurde. Ein Unternehmer aus Arendsee ist der millionste Kunde.

Im vergangenen Jahr musste die ÖSA Feuerversicherung erneut überdurchschnittlich für Schäden aufkommen. Der Aufwand für fast 60.000 Einzelschäden betrug nahezu 100 Millionen Euro. Allein das Sturmtief Frederike verursachte 10.000 Schäden in Höhe von 12,7 Millionen Euro, berichtete Ahlgrim. Die Auswirkungen von Sturm, Starkregen oder Hagel seien zum Glück jeweils regional begrenzt gewesen.

Um 4,6 Prozent gestiegene Beitragseinnahmen in der Schadensversicherung und eine solide Verzinsung des Kapitalanlagebestandes ließen in diesem Bereich einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro sprudeln. Die Sparte Lebensversicherung schloss mit einem Plus von 1,5 Millionen Euro ab, obwohl die Beitragseinnahmen leicht sanken.

Der einzige öffentlich-rechtliche Versicherer Sachsen-Anhalts, betreut Verträge von Privatkunden, Kommunen und Firmen. Im 27. Geschäftsjahr erreichten die ÖSA Beitragseinnahmen von 296 Millionen Euro (plus 1,8 Prozent). Davon entfielen 142 Millionen Euro auf die Sparte „Feuer“ (alle Schadensversicherungen) und 154 Millionen Euro auf den Bereich „Leben“. Peter Ahlgrim betonte am Dienstag besonders die regionale Verantwortung und das gemeinnützige Anliegen des Unternehmens.

VON CHRISTIAN WOHLT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare