Beim DRK

Salzwedel: 569 Menschen für die Erste Hilfe fit gemacht

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Christian Engwer ist nicht nur Rettungssanitäter, sondern auch Erste-Hilfe-Ausbilder beim DRK. Sein Motto: „Helfen statt gaffen!“
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Heute ist Welt-Erste-Hilfe-Tag. In diesem Zusammenhang mahnt Christian Engwer vom DRK-Kreisverband: „Helfen statt gaffen.“ Denn Helfer werden gesucht und auch Helfer, die Helfer ausbilden. Denn dies ist nach der Pandemie-Pause wieder angelaufen.

Salzwedel - Aufgrund Corona wurde die Ausbildung im vergangenen Dezember eingestellt. „Im Mai sind wir neu durchgestartet und haben schon 183 Ersthelfer ausgebildet“, sagt Simone Müller vom DRK-Kreisvorstand und verweist auf die Anmeldungen, die sich auf ihrem Tisch stapeln. Ihr Wandkalender wird von der Farbe Gelb dominiert und spricht somit Bände: Denn alle Tage, die so markiert sind, sind Ersthelfer-Lehrgänge. „Und diese werden von Ehrenamtlichen abgehalten, die das neben ihrem eigentlichen Job machen“, streicht Simone Müller das Engagement der Rotkreuzler heraus.

Im vergangenen Jahr wurden 255 Erste-Hilfe-Scheine für die Fahrerlaubnis ausgegeben und 314 Ersthelfer ausgebildet. Eine beachtliche Leistung. Inzwischen hat sich der Rettungssanitäter und Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes, Christian Engwer, zum Ausbilder Erste Hilfe qualifiziert, um den immensen Nach-Lockdown-Andrang mit zu bewältigen.

Simone Müller zeigt den Erste-Hilfe-Kurs-Kalender des DRK-Kreisverbandes Salzwedel. Gelb sind die Ausbildungstage, an denen die Ehrenamtlichen ihr Wissen vermitteln.

„Gaffen behindert nicht nur den Rettungseinsatz, sondern bringt sowohl Ersthelfende und Rettungskräfte als auch die Schaulustigen selbst in Gefahr und kann zu unnötigen Folgeunfällen führen“, weiß Christian Engwer aus seiner Praxis als Rettungssanitäter. „Zudem kann man wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden, was mit einer Geld- oder gar Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden kann“, erinnert Engwer.

Die Ersthelfer sind bis zum Eintreffen der professionellen Retter eine entscheidende Größe, wenn es um Menschenleben geht. „Wer statt zu gaffen und mit dem Handy zu filmen lieber helfen will, der ist beim DRK genau richtig“, setzt Simone Müller hinzu. Sie verweist auf die zahlreichen Möglichkeiten, die der Kreisverband für alle Altersgruppen bietet. Deshalb unterstützen das DRK und das Jugendrotkreuz auch die Erste-Hilfe-Ausbildung an den Schulen. Wichtig ist auch ein regelmäßiger Auffrischungskurs, rät Christian Engwer. Dieser sollte allerdings auch alle zwei Jahre absolviert werden.

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