Carsten Borchert setzte sich bei Fördermittelgerangel durch

50.000 Euro im Gepäck für die beiden Flora-Plätze

Die Arbeiten an der Beregnungsanlage auf der Flora sind in vollem Gange (v.l.): SVE-Vorsitzende Katrin Pfannenschmidt, KSB-Geschäftsführer Andreas Lenz, Burghardt Schulze, Abteilungsleiter Fußball, SVE-Vorstandsmitglied Jürgen „Düse“ Schulz, Philipp Stallmann und Andreas Weigelt von der bauausführenden Firma.
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Die Arbeiten an der Beregnungsanlage auf der Flora sind in vollem Gange (v.l.): SVE-Vorsitzende Katrin Pfannenschmidt, KSB-Geschäftsführer Andreas Lenz, Burghardt Schulze, Abteilungsleiter Fußball, SVE-Vorstandsmitglied Jürgen „Düse“ Schulz, Philipp Stallmann und Andreas Weigelt von der bauausführenden Firma.

Salzwedel – Auf der Salzwedeler Flora gab es am Montag nur lachende Gesichter. Landtagsabgeordneter Carsten Borchert (CDU) hatte mal wieder Geld für die Region herausgeschlagen.

50.000 Euro Fördermittel für eine Beregnungsanlage für die beiden Flora-Plätze – gefördert zu 100 Prozent. Was weder Borchert noch die Sportfunktionäre, die sich die Arbeiten ansahen, zu diesem Zeitpunkt wussten: Das Geld war schon auf dem Konto.

Hintergrund: Im Sportministerium lagen noch rund eine Million Euro, die im vergangenen Jahr nicht abgerufen worden waren. Im Fachausschuss des Landes hieße es: „Die sind dann mal weg“, berichtete Borchert. Doch er und Sportminister Holger Stahlknecht hatten sich auf die Hinterbeine gestellt und gefordert, dass das Geld noch in diesem Jahr vergeben werden soll – aufgeteilt zu gleichen Teilen auf alle Kreise des Landes. Das machte rund 90.000 Euro für den Altmarkkreis. „Die regionale Vergabe sollte auf jeden Fall der jeweilige Kreissportbund übernehmen. Denn dort weiß man am besten, in welche Vorhaben das Geld fließen sollte“, setzte sich Borchert auch bei den Vergabemodalitäten durch.

Die Herren griffen zur Schippe

Der KSB im Altmarkkreis entschied sich für drei Projekte: SV Eintracht Salzwedel (50 000 Euro), SV Schwarz-Weiß Dähre (25 000 Euro) und Tennis-Club Kalbe (15 000 Euro).

Bei den Eintrachtlern laufen die Arbeiten an der Beregnungsanlage bereits auf vollen Touren (wir berichteten). Und der ganze Verein packt mit an. „Erst am Wochenende haben die 1. und die 2. Herrenmannschaft zur Schaufel gegriffen“, freute sich Eintracht-Vorstandsmitglied Jürgen „Düse“ Schulz. Das bestätigte auch Eintracht-Vorsitzende Katrin Pfannenschmidt: „Auf unsere Mitglieder ist immer Verlass. Sie sind immer da – auch in schweren Zeiten wie jetzt unter Corona.

Mit der Beregnungsanlage sei ein seit 15 Jahren gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. „Die Tinte unter dem langfristigen Pachtvertrag über die Flora mit der Stadt war noch nicht trocken, da kam die Förderanfrage aus der Landeshauptstadt“, ist Pfannenschmidt ein Stein vom Herzen gefallen.

Jürgen Schulz erinnerte sich: „Wir hatten vor Jahren das Geld für eine Beregnungsanlage zusammen, da hieß es, die Stadt will die Flora verkaufen. Da haben wir das Geld an den Kreissportbund zurück überwiesen.“

Auftrag ging an heimische Firma

Schulz hofft, dass die Beregnungsanlage in 14 Tagen fertig ist. Danach soll die Flora auch noch neue Barrieren bekommen. Dass der Termin für die Beregnung gehalten wird, bestätigte Andreas Weigelt, Geschäftsführer der Hydraulik-Service GmbH aus Salzwedel. Carsten Borchert freut einmal mehr, dass der Auftrag dann auch an ein heimisches Unternehmen gegangen ist. Zugleich lobte der Abgeordnete die Salzwedeler Stadtratsantscheidungen, sich um Bundesmittel für den Sport zu bewerben.

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