Bürgermeisterin Blümel wiegelt ab / Seniorenzentrum nicht verkaufen, Waldbad erhalten

4641 Bürger gegen Salzwedeler Stadtratspolitik

Marion Schulz sprach für 125 Vita-Mitarbeiter und 270 Kunden sowie für 2099 Salzwedeler, die gegen den Verkauf des Seniorenzentrums durch die Stadt bislang gezeichnet haben. Foto: J. Heymann
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Marion Schulz sprach für 125 Vita-Mitarbeiter und 270 Kunden sowie für 2099 Salzwedeler, die gegen den Verkauf des Seniorenzentrums durch die Stadt bislang gezeichnet haben.
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Salzwedel. „Ein Beschluss zum Verkauf des Seniorenzentrums Vita stand zu keiner Zeit auf der Tagesordnung des Stadtrates“, sagte Bürgermeisterin Sabine Blümel gestern Abend während der Sitzung des Gremiums im Kulturhaus.

Und weiter: „Wir befinden uns in der Prüfungsphase und lassen ein Wertgutachten und eine steuerliche Betrachtungsweise erarbeiten, die wir den Stadträten vorlegen. “ Wozu? Zum Verkauf der Vita, wie es das Liquiditätskonzept fordert. Denn auf Grund dieses vom Blümel vorgelegten und vom Stadtrat abgesegneten Papieres gewährte das Land der Hansestadt eine Finanzspritze. Daran ist das Umsetzen des Liquiditätskonzepts, also auch des Vita-Verkaufs, gebunden.

Der drohende Vita-Verkauf versetzt Bürger, Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums in Angst, in Existenzangst. Und so packten Vita-Beschäftigte Marion Schulz und ihre Mitstreiter im Stadtrat aus: dicke Listen mit Unterschriften von 2099 Bürgern. Unterschriften von Menschen, die wollen, dass die Vita in Stadthand bleibt.

Und so ging es weiter: Gleich packenweise bekam der Stadtrat Listen unzufriedener Bürger auf den Tisch gelegt. Und das waren bis gestern Abend 4641, die gegen den Vita-Verkauf bzw. für den Erhalt des Liestener Waldbades sind.

Von Holger Benecke

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Weitere Themen aus der Stadtratssitzung:

- Disziplinarverfahren gegen Danicke beschlossen

- Waldbad soll Zukunft haben

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