Hansestadt Salzwedel und der Altmarkkreis lassen alles beim Alten

2G oder 3G – das bleibt die Frage

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„Ganz klar 3G“, hält „Crazy World“-Wirt Uwe Schwieger Desinfektionsmittel bereit. Er will alle Gäste in seine Kultkneipe lassen und niemanden ausgrenzen.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Wie sollen sich Veranstalter und öffentliche Einrichtungen entscheiden? Für das 2G- oder 3G-Modell mit Blick auf Corona? Das Land Sachsen-Anhalt bietet als Option die 2G-Regel an. Das bedeutet, nur Geimpfte und Genesene sowie Kinder und Jugendliche sind in Gastronomie oder bei kulturellen Veranstaltungen zugelassen. Im Falle von 2G würden bisherige Corona-Einschränkungen wegfallen. Kommen die Getesteten hinzu, bleiben Maskenpflicht, Abstandsregel und Begrenzung von Kapazitäten bestehen.

Salzwedel - „Wir fahren ganz klar das 3G-Modell weiter“, sagen Uwe Schwieger und Juliane Schwonke von der Salzwedeler Kultkneipe „Crazy World“. Und weisen darauf hin: „Es wird bei uns auch weiterhin Kontaktverfolgungszettel geben, aber keine Luca-App-Registrierung.“ Es bringe wenig, den QR-Code im Kneipenfenster auszuhängen, wenn das Registrieren noch einmal kontrolliert werden müsse, sind sich die beiden einig. Und haben bereits die nächsten 3G-Veranstaltungen geplant. So treten am Sonnabend, 2. Oktober, die beiden thüringer Metal-Bands Shotgun Valium und Black Mood auf. Da beide Formationen aus dem grünen Herz Deutschlands kommen, grillt der Wirt dazu echte thüringer Rostbratwürste. Und auch Halloween im „Crazy World“ mit einer Vinylparty – Schallplattenabend – mit DJ Thomas aus Magdeburg – am 30. Oktober ist unter dem 3G-Modell geplant, bekräftigt Juliane Schwonke.

Und auch der Altmarkkreis lässt alles beim Alten: Bei den Veranstaltungen der Museen des Kreises und auch den Konzerten des Musikfestes Altmark gilt die 3G-Regel. Für den einfachen Museumsbesuch außerhalb von Veranstaltungen reichen hingegen medizinische Masken, Abstand und Hygiene aus. Für die Kurse der Kreisvolkshochschule ist ebenfalls 3-G erforderlich, teilt Inka Ludwig vom Presseteam des Kreises auf AZ-Anfrage mit.

Die Hansestadt Salzwedel wird bei städtischen Veranstaltungen (beispielsweise im Kulturhaus) die bekannte 3G-Regelung (Getestet, Geimpft, Genesen) beibehalten. „Weil sie sich bewährt hat“, sagt Andreas Köhler, Pressesprecher der Stadt, auf Anfrage. Allerdings: „Bei Fremdveranstaltungen entscheidet der jeweilige Veranstalter über das entsprechende Konzept“, berichtet Köhler weiter.

„Das Kunsthausteam wird nächste Woche zusammenkommen und das Thema besprechen“, sagt Anne Schliephake. Natürlich orientiere sich das Kunsthaus Salzwedel an den geltenden Bestimmungen. Ob jedoch das 2G- oder 3G-Modell zum Tragen kommt, wird dann innerhalb der Teamrunde entschieden.

Niemand soll ausgegrenzt werden

„Kino soll für jeden offen und möglich sein“, berichtet Barbara Bode vom Filmpalast in Salzwedel. Deshalb wolle man niemanden ausgrenzen. Und sie macht deutlich, dass im Filmpalast keine Testpflicht bestehe. Selbstverständlich halte sich der Filmpalast an die gesetzlich vorgegebenen Regelungen. So habe man unter anderen den Sitzplan und das Buchungssystem so angepasst, dass der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern zu den nächst buchbaren Sitzplätzen gewährleistet ist. Barbara Bode sei froh, dass „wir noch Freiheiten haben, die andere Kinobetreiber, wie etwa in Niedersachsen, nicht haben“.

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