Kunsthaus-Stiftung plant ab dem kommenden Jahr ein zweisprachiges Hausleitsystem

Ab 2018 wird es internationaler

Noch stehen vor dem Kunsthaus verschiedene Werbeaufsteller. Das soll sich ab 2018 ändern. Die Kunsthaus-Stiftung plant neben einem Hausleitsystem zwei Litfaßsäulen vor der Immobilie. Foto: ann
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Noch stehen vor dem Kunsthaus verschiedene Werbeaufsteller. Das soll sich ab 2018 ändern. Die Kunsthaus-Stiftung plant neben einem Hausleitsystem zwei Litfaßsäulen vor der Immobilie.

ann Salzwedel. Ab dem kommenden Jahr wird es im Salzwedeler Kunsthaus internationaler. So plant die Kunsthaus-Stiftung ein neues Hausleitsystem auch in englischer Sprache. Darüber informierte Stiftungsratsvorsitzender Dietrich von Gruben während eines Pressegesprächs.

„Wir haben viele ausländische Gäste, die unser Haus besuchen. Diesen wollen wir mit einem Hausleitsystem in deutscher und englischer Sprache gerecht werden“, sagte Dietrich von Gruben. In diesem Zusammenhang erwähnte der Stiftungsratsvorsitzende auch, dass die Baumaßnahmen im Innengebäude bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen sind.

Dietrich von Gruben, Vorsitzender der Kunsthausstiftung.

Auch den Besucherservice will das Kunsthaus-Team mit Anne Schliephake als Assistentin des Vorstands demnächst deutlich verbessern. So sollen noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest Kunsthaus-Gutscheine auf den Markt kommen. „Wir würden gern mehr junge Menschen in das Haus locken. Eine Möglichkeit wäre, dass junge Menschen ältere mit einem Gutschein beschenken und sie dann zu einer Veranstaltung oder Konzert begleiten“, schaut Dietrich von Gruben in die Zukunft. Um den Service weiter auszubauen und auch mehr Werbung für Veranstaltungen und Konzerte sowie Ausstellungen im früheren Pionierhaus bzw. Lyzeum zu machen, sollen nach Vorstellungen des Kunsthausstiftungsrates vor dem Haupteingang zwei Litfaßsäulen oder Werbetafeln ihren Platz finden. Allerdings sei alles noch in der Planungsphase, wie Achim Dehne vom Stiftungsrat betonte. Zudem müssten noch die Denkmalschutzauflagen erfüllt und auch die Finanzierung abgesichert sein, um das Vorhaben zu realisieren.

Um eine Attraktion ist das Kunsthaus schon seit einigen Tagen reicher. Im Erdgeschoss steht eine historische Druckwerkstatt, die die Kunsthausstiftung von einem Künstler aus Rheinland-Pfalz erworben hat. Mit ihr sollen am zweiten Advent, 10. Dezember, zum Tag der offenen Tür von 11 bis 17 Uhr weihnachtliche Karten gedruckt werden.

Das ist lediglich eine von drei Veranstaltungen bis zum Jahresende. In der Aula gehen am Sonntag, 26. November, die Lesung mit Stendals Theaterintendant Alexander Netschajew und am Sonnabend, 2. Dezember, das Konzert des Italieners Pippo Pollina über die Bühne.

Da sich das erste Veranstaltungsjahr dem Ende neigt, zog Dietrich von Gruben eine erste Bilanz. „Mit der Resonanz der Veranstaltungen sind wir zufrieden, auch wenn noch Spielraum nach oben ist“, blickte er zurück. Zwei Konzerte im Monate seien in Ordnung. Für 2018 kündigt er mehr Streich- und Blechbläserauftritte an. Fortgesetzt wird 2018 auch die Reihe „Musik im Dialog“. Die neunte Auflage folgt demnach am 11. Januar, und das Jubiläumsevent schließt sich dann am 24. Februar an.

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