2011: Das Jahr der Veränderungen

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Politik und Wirtschaft beim Neujahrsempfang der Hansestadt Salzwedel: Oberbürgermeisterin Sabine Danicke im Gespräch mit Martin Schmelzer, Geschäftsführer des Medienhauses C. Beckers.

Salzwedel– Von Holger Benecke. „Das Jahr 2011 wird ein Jahr der sichtbaren Veränderungen für Salzwedel.“ Oberbürgermeisterin Sabine Danicke schwor beim gestrigen Neujahrsempfang im Kulturhaus die Gäste auf die Zukunft ein.

Auch oder gerade weil die gegenwärtige Situation finanziell nicht so rosig ist. Denn die Hansestadt muss durch die Gebietsreform ein weiteres Minus von rund fünf Millionen Euro aus dem Finanzausgleichsgesetz hinnehmen. Die Stadt bekommt vom Land nur noch 820 000 Euro. Vergleichbar mit Eisleben – dort sind es 10 Millionen Euro, beklagte die Oberbürgermeisterin das unterschiedliche Maß. Denn zugleich steigt für Salzwedel auch die Kreisumlage: Elf Millionen Euro müssen auf den Tisch des Landrates geblättert werden.

In diesem Zusammenhang richtete Danicke ihren Blick auf den Neu-Stadtteil Steinitz, der ohne finanzielle Rücklagen und mit „äußerst rückläufigen Gewerbesteuerquellen“ zur Stadt gekommen ist: „Und es geht hier um zweistellige Millionenbeträge, die in der Gemeinde nicht mehr da sind.“

Dann richtete die Oberbürgermeisterin in ihrer Ansprache die Augen auf Geleistetes wie die knapp vier Millionen, die investiert wurden – unter anderem in die neue Feuerwache und die sanierte Jenny-Marx-Schule. In diesem Zusammenhang strich Danicke den Mittelstand heraus, der das starke Fundament der Stadt sei. Denn in dem „kleinen Diamanten mit Zuckerguss“, wie jüngst Studenten Salzwedel beschrieben, stimme in einer intakten Infrastruktur die Dreieinigkeit und beste Erreichbarkeit von Kultur, Sport und Pflege im Alter, so das Stadtoberhaupt.

Zu den Rednern gehörten Staatssekretär Jürgen Stadelmann, der das Grußwort für den durch das Hochwasser verhinderten Ministerpräsidenten Prof. Wolfgang Böhmer hielt, und die Genralkonsulin der Vereinigten Staaten von Amerika, Katherine Brucker.

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