Von der Qual der Wahl

Arendsee: 13 Bewerber für den Posten des Geschäftsführers der Luftkurort GmbH

Arendsee.
+
Ein schöner Strand allein reicht noch nicht, um Touristen nach Arendsee zu locken.
  • VonArno Zähringer
    schließen

Die Einheitsgemeinde sucht für ihre stadteigene Tourismusgesellschaft, der Luftkurort Arendsee GmbH, einen Geschäftsführer.

Arendsee – Normalerweise gilt die 13 als Unglückszahl. In vielen Hotels gibt es deshalb keine 13. Etage und schon gar nicht ein Zimmer mit der Nummer 13. In anderen Ländern dagegen wird mit der 13 Glück verbunden. Darauf setzt auch Bürgermeister Norman Klebe, denn die Einheitsgemeinde sucht für ihre stadteigene Tourismusgesellschaft, der Luftkurort Arendsee GmbH, einen Geschäftsführer. Dies war nötig geworden, nachdem deren bisheriger und langjähriger Chef Michael Meyer im Mai im Alter von 60 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben war. Meyer hatte seit April 2011 die Geschicke der GmbH geleitet.

„Ich bin von der Zahl der Bewerbungen und deren Qualität überrascht“, sagt Bürgermeister Norman Klebe im Gespräch mit der AZ. Gerade angesichts des bestehenden Fachkräftemangels hätte er nicht damit gerechnet, dass 13 Bewerberinnen und Bewerber ihren Hut in den Ring um das Rennen um den Posten werfen würden. Aber Klebe freut sich natürlich darüber, auch weil sich die Kandidaten aus unterschiedlichen Altersstufen zusammensetzen.

Nunmehr ist das Personalamt der Stadt gefordert, aus dem Kreis der 13 Aspiranten etwa sieben Frauen und Männer auszuwählen. Sie werden sich dann in Bewerbungsgesprächen der Stadt und jeweils einem Vertreter der im Stadtrat vorhandenen Parteien oder Gruppierungen vorstellen. Bis es allerdings soweit sein wird – Klebe rechnet damit nach der Sommerpause – erstellt das Personalamt eine sogenannte Matrix, die die wichtigsten Anforderungen vonseiten der Kommune an die Kandidaten enthält, um die Qual der Wahl zu erleichtern. Auf dieser Grundlage werden schließlich Punkte für die Bewerber und deren Fähigkeiten vergeben.

Nach den Bewerbungsgesprächen wird der Arendseer Stadtrat eine Entscheidung treffen. Wann letztlich die Position dann tatsächlich besetzt werden kann, ist allerdings noch offen. „Zum nächstmöglichen Zeitpunkt“, betont Klebe. Allerdings müssen auch mögliche Kündigungsfristen der Aspiranten auf die Meyer-Nachfolge beachtet werden.

Es wartet eine Menge Arbeit

„Das laufende Geschäft ist abgesichert“, freut sich der Rathauschef. Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH habe die Aufgabe kommissarisch übernommen und sei eine „sehr große Stütze“. Allerdings habe sie auch noch andere Aufgaben zu erfüllen.

Auf den neuen Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin wartet eine Menge Arbeit. Schließlich gilt es unter anderem, sieben Festangestellte und weitere 15 Saisonarbeiter von Campingplatz, Strandbad, Fahrgastschiff und Touristeninformation zu führen. Natürlich geht es auch um die Organisation des operativen Geschäfts und die Zusammenarbeit mit der regionalen und überregionalen Tourismusinfrastruktur. Allerdings gehören auch die Akquise sowie Beantragung von Fördermitteln und Sponsorgengeldern auf regionaler, Landes- und Bundesebene sowie die Wirtschaftsplanung und Verwaltung zum umfangreichen Aufgabengebiet des Geschäftsführers. Bürgermeister Klebe ist angesichts der Qualität der Bewerber überzeugt, dass Verwaltung und letztlich der Stadtrat die „richtige Entscheidung“ treffen werden. Schließlich sei der Job eine interessante, verantwortungsvolle und herausfordende Aufgabe. Und vielleicht bringt deshalb die Zahl 13 der Stadt Glück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare