„100 für 100“ läuft gut

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Altperverstraße 32-34: Der Verein „Kultur & Courage“ hat eine Notsicherung veranlasst.

mei Salzwedel. Das Jahr hat gerade begonnen, da gibt es weitere Signale dafür, dass sich der Häuserleerstand in der Innenstadt 2011 weiter verringert. Das Projekt „100 für 100“ (100 Häuser suchen 100 Familien) ist seit 2007 auf einem guten Weg.

13 Grundstücke wurden verkauft, zwei waren es 2010.

Die Idee ist simpel: Jeder, der ein leer stehendes Haus in zentraler Lage hat und verkaufen möchte, kann sein Grundstück auf der Homepage der Stadt anpreisen. Interessiert sich jemand für das Haus, vermittelt Ines Kahrens vom Bauamt den Kontakt, Verkäufer und potenzieller Käufer können verhandeln.

Insgesamt wurden rund 100 leer stehende Häuser im Stadtzentrum registriert, daher auch der Slogan „100 für 100“. Online stehen zurzeit 30 Immobilien. Die Stadt hat alle Eigentümer von leer stehenden und nicht sanierten Gebäuden angeschrieben und Unterstützung angeboten. „Nicht jeder macht mit“, bedauert Ines Kahrens, die das Projekt seit 2007 betreut.

Die Idee für die Aktion stammt von Dr. Nicolas Nowack. Der Hamburger zog nach der Wende nach Salzwedel.

Über das Projekt wurden im vergangenen Jahr zwei Häuser verkauft, beide an gemeinnützige Vereine. Es handelt sich um die Altperverstraße 32-34, wo der Verein „Kultur & Courage“ eine Notsicherung und das Nötigste veranlasst hat, sowie um die Radestraße 1. Dort hat die „Kultur-Nische“ vorbereitende Arbeiten erledigt und hofft, das Haus mit Hilfe von Spenden sanieren zu können. Einen Eindruck von dem Gebäude konnten sich Interessierte beim Tag des offenen Denkmals und im Advent verschaffen.

„In diesem Jahr haben wir schon mehrere Anfragen, die Verhandlungen laufen“, freut sich Ines Kahrens. Nach ihrer Ansicht hat es sich ausgezahlt, dass „100 für 100“ auf der Homepage der Stadt zu finden ist, denn gerade Interessierte von auswärts können so gezielt angesprochen werden.

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