Kreis-Umweltamt rechnet mit mehr als 100 Osterfeuern und rüstet sich für stressige Kontrolltour

Zwischen Magie und heißem Abfall

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Karin Zädow stammt aus dem Erzgebirge. Die Havelbergerin leitet seit 2005 die Abfall- und Bodenschutzbehörde.

Landkreis/Osterburg. „Feuer hat an solchen besonderen Tagen immer etwas Magisches. “ Für Karin Zädow und Kollegen hat die heiße Phase der Osterfeuer begonnen.

Mindestens 25 Anmeldungen für diese saiso-nalen Veranstaltungen sind bereits im Umweltamt des Landkreises eingegangen, weit mehr als 100 werden es am Ende wieder sein. Die in östlicher Altmark und Elbe-Havel-Winkel recht beliebten Stelldicheins sollten eigentlich mindestens vier Wochen vorher ordentlich registriert sein, doch viele Organisatoren holen sich erst auf dem allerletzten Drücker grünes Licht von der Aufsichtsbehörde in Stendal. Die Sachgebietsleiterin amüsiert zur AZ: „Das Ganze erinnert dann, ehrlich gesagt, schon etwas an ein großes Windhundrennen. Wir erleben dann so gut wie jedes Jahr einen regelrechten Boom. “.

2012 ist ein Großteil der 141 Veranstaltungen kontrolliert worden. Eine echte Herausforderung, der Landkreis ist groß und die Zahl der Mitarbeiter im Kreis-Umweltamt überschaubar. „Meine Kollegin wird sich wieder tapfer mit einem Tourenplan von Traditionsfeuer zu Traditionsfeuer kämpfen“, kündigt Zädow an und zeigt sich optimistisch, dass dieses Jahr alle angemeldeten Veranstaltungen bewältigt werden können. „Brauchtum hat eine hohe Bedeutung. Doch wo Feuer im Spiel ist, sollte alles mit Augenmaß und viel Verantwortung passieren. Wir haben kein Verständnis dafür, wenn derartige Feuer als kleine Abfallverbrennungsanlagen missbraucht werden. Denn das hat mit Tradition nun überhaupt nichts zu.“

Von Marco Hertzfeld

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