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Von Zukunft und Zünglein

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Innerhalb des Brandschutzes müssen einige Vorgaben in der Grundschule Sanne umgesetzt werden. © Boetzer

Hassel. „Alles daran setzen“, die Grundschule in Sanne zu erhalten, so formulierte Vize-Bürgermeister Uwe Rihsmann das Ansinnen der Hasseler Ratsmitglieder. Auflagen innerhalb des Brandschutzes müssen erfüllt werden.

In einem ersten Abschnitt wären annähernd 60 000 Euro fällig. Weitere Kosten sind noch nicht festgeschrieben. Die Sache sei aber schwierig, so Rihsmann Dienstagabend auf der Ratsversammlung. Ob die Grundschule langfristig Bestand hat, könne niemand vorher sagen. Schülerzahlen seien entscheidend, doch letztendlich spreche das Land das entscheidende Wort: „Uns sind die Hände gebunden“. Aber die Gemeinderäte wollen Mögliches tun, „um nicht der Grund zu sein, dass die Schule schließen muss“, betonte der stellvertretende Bürgermeister. Allein eine Fluchttreppe würde wohl um die 30 000 Euro teuer sein. Rihsmann hatte sich nach einem mietbaren Modell erkundigt, welches weitaus günstiger wäre. Aber der Landkreis lehne dies ab. Es müsse angebaut sein, etwa so wie der jüngst erfolgte Bau an der Grundschule Krusemark. Ebenso müssen bei einem Notfall bestimmte Wassermengen zur Verfügung stehen. Gefüllte Tanks bereit zu halten, wäre möglich. „Wir sind mit dem Bauamt und dem Landkreis im Gespräch. “ Denn sollte ein neuer Brunnen gebohrt werden müssen, „heißt es viel tiefer in die Tasche zu greifen“, machte Rihsmann auf der Versammlung deutlich.

In der Vergangenheit wurde schon allerhand für den Brandschutz getan, aber „kleinere Sachen“. Eine Schutztür ist eingebaut, jedoch müsse das Treppenhaus komplett abgeschottet werden. Gardinen im Flurbereich sind entfernt, die Decke zwischen Schule und Hort ist ausgetauscht. Elektrische Leitungen sind überprüft, eine neue Elektroverteilung gab es für die Turnhalle. Insgesamt sei es noch eine Menge, „was wir durcharbeiten müssen“.

Ob das von der Verbandsgemeinde erarbeitete Schulkonzept für den Erhalt aller sieben Lernstätten bis 2020 überhaupt aufgeht, sei auch von Stendal abhängig, erklärte Ratsmitglied Alf Diedrich. Kinder aus Jarchau wären das Zünglein an der Waage für den Erhalt der Sanner Grundschule. Falle der Stendaler Ortsteil Jarchau aus dem Einzugsbereich „wird es ganz dünn“. Wie Diedrich wusste, hätten sich Eltern baldiger Abc-Schützen ein Hintertürchen offen gelassen, würden sich neben der Sanner Einrichtung auch für die private Grundschule in der Rolandstadt interessieren.

Von Berit Boetzer

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