Düsedau streitet sich nicht mit anderen Ortschaften ums Geld für Spielplätze – und holt lieber Unternehmer ins Boot

„Zeugt von einem starken Zusammenhalt“

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Allzu viel bleibt vom alten Spielplatz nahe dem früheren Bahnhof in Düsedau nicht übrig. Die neuen Geräte sollen schon bald in der beliebten Kindertobezone montiert werden. Die verbliebenen alten Elemente sollen möglichst noch aufgehübscht werden.

Düsedau. Für die beliebte, aber wurmbrüchige Tobezone der Kinder nahe dem früheren Bahnhof gehen die Düsedauer nun ganz eigene Wege. Neue Spielgeräte zu erwerben und aufzubauen, gelingt nicht zuletzt dank des Engagements lokaler Unternehmen.

Eine Selbstverständlichkeit sei das nicht, in der Regel würden für solche Vorhaben ja lieber kommunale Kassen oder irgendwelche Fördertöpfe in Anspruch genommen, meint Oliver Rüdrich, der Bürgermeister der Osterburger Ortschaft. Vor einigen Wochen hatte es zwischen Rossau und Flessau sogar einen regelrechten Streit um mögliche Investitionen in marode Spielflächen gegeben (die AZ berichtete).

Der Spielplatz in Düsedau ist nicht allein für einheimische Kinder wichtig. Tagesstätten und Schulen in der Kernstadt der Einheitsgemeinde legen dort bei Ausflügen mit Fahrzeugen einen Stopp ein oder machen ihn an Wandertagen zum Ziel. Osterburg und Düsedau sind kaum acht Kilometer voneinander entfernt. Eine weitere Tobezone in Düsedau ist bereits neu hergerichtet worden. Das Areal nahe dem Dorfgemeinschaftshaus werde ebenfalls gern von Einrichtung aus dem Zentrum der Einheitsgemeinde genutzt, und das nicht nur bei größeren Festivitäten, sondern auch an anderen Tagen.

„Die Spielplätze sind uns wichtig. Schön, dass wir so ein Projekt auf diese Weise realisieren könne. Das zeugt auch von einem starken Zusammenhalt“, meint Rüdrich im AZ-Gespräch. Der Spielplatz am Ex-Bahnhof mache seinem Namen momentan in der Tat keine große Ehre. Ein Teil der Spielgeräte muss ersetzt werden, er ist nicht mehr zu retten. Der TÜV habe auch schon mahnend den Zeigefinger erhoben. „Der Holzwurm hat ganze Arbeit geleistet, an einigen Stellen ist alles verfault.“ Gestern wurden die schadhaften Spielelemente abgebaut.

Die neuen Geräte werden nicht aus Holz sein, dafür aus Metall. „Sie halten sicherlich länger, zumal alle auch verzinkt sind.“ Insgesamt haben sie einen Wert von etwa 6000 Euro. Mädchen und Jungen können sich auf eine Doppelschaukel, ein sogenanntes Drehkarussell und eine Art Seilbahn freuen. Die Geräte sollen möglichst bald aufgebaut sein. Der Bürgermeister möchte die beteiligten Unternehmen noch in einer Extrarunde angemessen würdigen.

Von Marco Hertzfeld

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