Wochenmarkt zieht immerhin schon einmal an Stadtpassage / Endgültiger Standort noch 2018

Zankapfel rückt mehr ins Zentrum

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Es könnte besser laufen: Die Händler wollen den Parkplatz an der Lindenstraße verlassen.

Osterburg. Er scheint ein Zankapfel und vielen auf dem absteigenden Ast. Nun kommt Bewegung in Osterburgs Wochenmarkt.

Ein Markt sucht seinen Weg.

Die Händler sollen nach ihrer Bitte an die Stadt zumindest schon einmal vom ungeliebten Lindenstraßen-Parkplatz in den Bereich zwischen Promenadenkaufhaus (Proka) und Stadtpassage umziehen dürfen.

Der Standort für den Übergang.

Für eine Übergangszeit, bis der endgültige Standort auf dem Verbinder zwischen Parkplatz und Wallpromenade hergerichtet ist. „Ich habe dies prüfen lassen und es ist möglich“, teilt Bürgermeister Nico Schulz gegenüber der AZ mit. Der für die Marktfrage zuständige Ortschaftsrat befasst sich Mitte April mit dem Thema. „Stimmt er zu, kann der Markt demnächst an dieser Stelle aufgebaut werden. “.

Meinhard Jüstel in Seehausen.

Die Händler fühlen sich von der Stadt immer mehr an den Rand geschoben. Erst kürzlich schwärmte Marktmeister Meinhard Jüstel in der AZ von den Vorzügen des Seehäuser Wochenmarktes und beklagte den Niedergang des Osterburger Pendants. Ihren angestammten Standort mitten auf dem August-Hilliges-Platz haben die Händler nach dessen Sanierung 2015 verloren. Dorthin und direkt an die Breite Straße, die Einkaufsmeile Osterburgs, führt offenbar kein Weg zurück. Die Einheitsgemeinde setzt auf den Bereich zwischen Großparkplatz an der Lindenstraße und Wallpromenade.

Hinter dieser Baustelle soll der „Neue Markt“ entstehen.

Dort habe sich ja auch in früheren Zeiten Osterburgs Wochenmarkt befunden, argumentiert die Stadt, spricht immer wieder von einem historischen Standort und will ihn künftig „Neuer Markt“ nennen. Noch 2018 soll die Fläche saniert und mit allen nötigen Anschlüssen versorgt werden. Die Bauarbeiten davor und, für diese Frage wichtiger, jene nahe Proka und Hilliges-Platz sollen kurz vor dem Abschluss stehen. Damit wäre der Weg frei für die Händler und die Übergangszeit. Schulz (CDU) sieht Licht am Ende des Tunnels, für alle Seiten. „Die aktuelle Situation am Rande des Parkplatzes ist unbestritten schlecht, für Händler und Kunden“, hat der Bürgermeister erst kürzlich bei einer Veranstaltung vor Senioren ohne Umschweife zugegeben. Fotos: Hertzfeld (4), Archiv/tw (1)

Von Marco Hertzfeld

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