Von der Mütze bis zur Pistole: Historische Osterburger Stücke werden im Internet präsentiert

„Wollen Lust aufs Museum machen“

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Museumsmitarbeiterin Dagmar Martins zeigte gestern das digitale Angebot der Einrichtung. Etliche Stücke können am PC angeschaut werden.

Osterburg. Eine Schülermütze der Untertertia aus dem Jahre 1936, die der einstige Museumsleiter Fritz Ebruy als Schüler des Markgraf-Albrecht-Gymnasium trug, ist ein Beispiel für Heimatgeschichte.

Wer diese sehen möchte, muss aber nicht zwangsläufig in die Osterburg Einrichtung. Das Kreisheimatmuseum beteiligt sich an einem landesweiten Angebot. Über www. museum-digital. de können verschiedene Stücke inklusive ausführlicher Erklärung eingesehen werden, ohne dafür die Wohnung verlassen zu müssen. Dazu gehört auch eine französische Kavallerie-Steinschlosspistole. Möglicherweise gelangte sie im Zuge der napoleonischen Besetzung 1807/13 in die Altmark. Sie gelangte während der DDR-Zeit über das damalige Volkspolizeikreisamt Osterburg in die Sammlung.

„Wir wollen Lust aufs Museum machen“, unterstrich Leiter Frank Hoch die Teilnahme und ergänzte: „Es ist ein zusätzliches Angebot, das wir bieten und soll das klassische Museum nicht ersetzen.“ Denn so richtig lassen sich die Ausstellungstücke erst erfassen, wenn die Besucher direkt davor stehen. Zudem bieten traditionelle Führungen die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die sofort beantwortet werden können. Dies ist beim digitalen Angebot nicht so schnell möglich. „Ein Museum darf aber auch nicht stehen bleiben“, weist Frank Hoche auf das Internet als inzwischen selbstverständliches Informationsmittel hin. [...]

Von Christian Ziems

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