Kompetenzzentrum für Iden / Referenzstelle Arneburg „hat sich nicht bewährt“

Der Wolf schafft Arbeitsplätze

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Der Wolf schafft Arbeitsplätze: In Iden soll noch im ersten Quartal 2017 ein landesweites Kompetenzzentrum entstehen.

Magdeburg / Iden. Der Wolf versetzt die Landespolitik in Unruhe. Nächste Woche wird der Landtag über die Verbreitung des Wolfes und die Folgen diskutieren.

Zuvor will Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) über ein Maßnahmenpaket zu den Themen Aufklärung, Herdenschutz und Entschädigung von Nutztierhaltern informieren.

Noch im ersten Quartal 2017 ist der Aufbau eines Wolf-Kompetenzzentrums geplant. Drei zusätzliche Mitarbeiter sollen dafür eingestellt werden. Das geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine „Kleine Anfrage“ der CDU-Landtagsfraktion hervor. Damit sollen die „historisch gewachsenen, weit verzweigten Zuständigkeiten“ gebündelt werden. Die Ansiedlung der Landesreferenzstelle Wolf bei der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe in Arneburg habe sich durch die landesweite Verbreitung des Wolfes nicht bewährt.

Weiterhin sei vorgesehen, die Zuständigkeit des Landesverwaltungsamtes für die Entschädigungszahlungen mit der für die Förderung von Präventionsmaßnahmen beim Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung (ALFF) Anhalt zusammenzuführen. Dort wird eine neue Stelle geschaffen. Außerdem sollen weitere Wolfsberater und Rissbegutachter geschult werden. Für die zusätzlichen Mitarbeiter sind Personalkosten von rund 233 000 Euro veranschlagt.

Kompetenzzentren auf Landkreisebene seien nicht sinnvoll und wären in der Summe teurer als ein landesweites Zentrum, heißt es aus dem Ministerium weiter. Die Landkreise sollen im Rahmen eines „Runden Tisches“ in die Planungen einbezogen werden. Als möglicher Standort des Kompetenzzentrums ist Iden im Gespräch.

Von Christian Wohlt

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