Veranstaltungsreigen an Pfingsten soll keine Eintagsfliege sein / Ideen und neue Mitstreiter heute in Krumke willkommen

Wische-Verein will die „Kulturspur“ legen

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Kerstin und Helmut Sasse sehen sich Fotografien eines anderen Veranstaltungsreigens an.

Rohrbeck / Krumke. „Unser Landstrich ist einzigartig. Die Natur, die Tradition, die Menschen . . . “ Helmut Sasse gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn es um seine Heimat geht.

Der gut ein Jahr alte Verein „Wische“ will 2017 so richtig durchstarten und für Pfingsten eine „Kulturspur“ legen. Ehefrau Kerstin zeigt ein Plakat, auf dem bereits erste Punkte gesetzt sind: Susanne Bohlander in Losenrade wird Mitmachtänze anbieten, Ingrid Bahß in Werben eine Kunstausstellung organisieren . . . „Die Leute sollen zu den Feiertagen Anfang Juni gar nicht erst wegfahren müssen, sondern hier in der Wische attraktive Angebote finden. “ Umgekehrt seien Kulturfreunde aus anderen Gegenden in der Altmark natürlich jederzeit willkommen.

Der Verein baut auf die „Wischeaktion 2.0“ auf. Die „Kulturspur in der Wische“ hat es vor mehr als zehn Jahren schon einmal in ähnlicher Form gegeben. Auch die Rohrbecker hatten sich daran beteiligt und ihren Hof für Besucher geöffnet. „Es sind gelungene Veranstaltungen gewesen, die Resonanz war damals durchaus beachtlich“, erinnert sich die Frau des Hauses und betrachtet eine Fotosammlung, die ihnen Liedermacher Rainer Trunk zur Verfügung gestellt hat. Ähnlich der „Kulturellen Landpartie“ im Wendland möge die Wische-Kulturspur Identität stiften, die Menschen binden und vielleicht ja auch den einen oder anderen Menschen in die Heimat zurückholen.

Vereinsvorsitzender Sasse und Mitstreiter wollen etwas anstoßen und bewegen, auch mit der Kulturspur 2017, die keine Eintagsfliege sein und in den nächsten Jahren ebenfalls stattfinden soll. „Wir wünschen uns Leute, die das Potenzial der Wische erkennen, Ideen haben und entwickeln wollen“, sagt die gelernte Gärtnerin der AZ. Der nächste „Wische-Stammtisch“ ist bereits für heute, 24. Januar, geplant. Neben den Vereinsmitgliedern seien natürlich auch neue Mitstreiter willkommen. „Je mehr Menschen sich engagieren, umso besser.“ Das Stelldichein findet diesmal im Kavaliershaus im Osterburger Ortsteil Krumke statt und beginnt um 19 Uhr.

Vor dem geistigen Auge lässt das Paar bereits ein möglichst abwechslungsreiches Pfingstprogramm entstehen. „Wir brauchen Menschen, die alles mit weiteren interessanten Orten bereichern. Eine Scheune ist genauso möglich wie ein Garten oder eine ähnliche Stelle.“ Die Wische als Bühne, auf der vieles möglich scheint. Der Verein, der sogar über ein Logo verfügt, den „Wischifanten“, weil der Landstrich in seiner Form an ein Rüsseltier erinnere, will alles bündeln, Ideen und Menschen zusammenbringen, ein kreatives Netzwerk knüpfen. „Was kann es eine reizvollere Aufgabe geben als diese“, meint Sasse, schmunzelt hoffnungsvoll und lässt sich von seiner Frau, mit der er ein Unternehmen führt, weitere Erinnerungsfotos zeigen.

Von Marco Hertzfeld

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