Dschungel-Camper Sydney Youngblood will beim Osterburger Stadtfest deutlich stärker punkten

„Wird wieder mehr Songs geben“

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Sydney Youngblood lässt den TV-Dschungel hinter sich und betritt im Frühling in der Biesestadt die Bühne. 

Osterburg. Einen Künstler aus dem tiefsten TV-Dschungel zieht es an die Biese. Sydney Youngblood, wegen seiner emotionalen Ausbrüche in der Realityshow vom Boulevard schnell als „Heulsuse“ oder gar „Heulboje“ bezeichnet, will das 21. Stadt- und Spargelfest in Osterburg vom 10. bis 13. Mai bereichern.

Der US-amerikanische Soulsänger flog als einer der Ersten aus dem Dschungelcamp in Australien und zeigte sich darüber letzten Endes nicht sonderlich traurig. Youngblood will sich wieder mehr auf seine Musik konzentrieren und an alte Erfolge anknüpfen. Die AZ hat den 57-Jährigen zwischen zwei Terminen kurz befragen können.

Interview

Sie kommen viel in der Welt umher. Was verbinden Sie mit der Altmark, Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland?

Ich trete sehr oft in Sachsen-Anhalt auf. Ich mag die grüne Natur, die Leute, welche immer sehr lieb auf einen zukommen, und die Gastfreundschaft.

Inwieweit kennen Sie die Hansestadt Osterburg?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich in Osterburg schon einmal war, es kommt mir aber bekannt vor. Ich lasse mich überraschen und vielleicht erkenne ich etwas wieder. In Tangermünde, Stendal, Gardelegen, Salzwedel war ich auch schon in den vergangenen Jahren. Wenn ich mich denn richtig entsinne, ist das alles in der Altmark. (lacht)

Auf was können sich die Musikfreunde bei Ihrem Auftritt im Mai freuen?

Ich werde meine Lieblingssongs der 70er- und 80er-Jahre spielen und natürlich meine erfolgreichsten Hits in Deutschland wie „If Only I Could“ und „Sit and Wait“. Und natürlich freue ich mich besonders, mein neues Album „Tonight“ vorstellen zu können mit der Single Auskopplung „Let The Music Play“.

Sie waren im TV-Dschungel. Inwieweit kann „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Ihre künstlerische Arbeit befördern?

Ich habe viel dazu gelernt und meine Grenzen kennengelernt. Ich bin Musiker im Herzen und freue mich auf meine Auftritte weltweit. Und es wird wieder mehr neue Songs in der Zukunft geben.

Sie kamen mit 20 Jahren nach Deutschland, leisteten dort Ihren Wehrdienst bei der US-Armee ab, blieben, feierten danach als Sänger internationale Charterfolge. Es wurde irgendwann ruhiger um Ihre Person, Sie gingen zurück in die USA. Seit einiger Zeit treten Sie wieder verstärkt in Deutschland auf. Inwieweit können Sie von beiden Ländern nicht lassen?

Mein neues Album habe ich in Berlin und Miami produziert. In Miami habe ich mit Travis Gibb, Sohn des Bee-Gees-Sängers Barry Gibb, und dessen Team zum Beispiel die Single-Auskopplung „Let The Music Play“ aufgenommen.

Von Marco Hertzfeld

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Auf einen Blick: 

Zu den prominenten Gästen des diesjährigen Stadt- und Spargelfestes gehören Schlagersänger Olaf Henning („Cowboy und Indianer“) und Bühnenkollege Wolfgang Ziegler („Alles und jetzt“), der von einem Branchenmagazin einmal als „Roland Kaiser des Ostens“ bezeichnet worden sein soll. Wer es rockiger mag, den dürfte es am zweiten Mai-Wochenende zur Westernhagen-Tribute-Band ziehen. Andreas Graumnitz, den Fans mehr als Andreas Marius-Weitersagen bekannt, betritt die biesestädtische Bühne. Aus der Region ist nicht zuletzt die Stendaler Partyband „Tick 2 Loud“ dabei. Die Osterburger Blasmusikanten sind, zumal als Lokalmatadoren, im Programm des alljährlichen Frühlingsfestes der Stadt bereits eine feste Größe.

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