Noten, Lob und viel Gefühl

79 junge Altmärker haben ihr Osterburger Abitur in der Tasche

Tabiha Harzer (v.l.) und Pauline Dobberkau sind vom Förderverein des Gymnasiums für ihr besonderes soziales Engagement ausgezeichnet worden. Sie haben unter anderem als Klassensprecher gewirkt. Osterburgs Schulleiterin Elke Hein gratuliert den jungen Frauen.

Osterburg. „Ihr habt hart gearbeitet und gekämpft. Und dieser Job hat sich gelohnt. “ Elke Hein blickt auf junge Leute, denen die Welt offensteht. 79 Schüler des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums (MAG) haben die Prüfungen bestanden. Der Durchschnitt aller Leistungen liegt bei 2,5.

Ein Wert, der sich wirklich sehen lassen könne. Die Leiterin ist sichtlich stolz, und auch die Fachlehrer wissen, wenn sie dort ziehen lassen. Der Abschlussjahrgang 2015 sei ein ganz besonderer, reich an Kreativität, Individualität und auch Hartnäckigkeit. Als die Abiturienten in Osterburgs Nicolaikirche in kleinen Gruppen nacheinander ihr Zeugnis empfangen, sind die ersten Tränen der Rührung bereits geflossen. Der Schulchor hat seine Klasse bewiesen. Diese Zeremonie ist ein würdiges Finale für alle.

„Game over – das Spiel ist aus.“ Für Schulleiterin Hein ist das Motto des Abschlussfestes der jungen Leute ein roter Faden. „Ihr seid nun eine Runde weiter im Spiel des Lebens“, sagt sie und schaut noch einmal zurück. Als auch die letzten Schüler des früheren Gymnasiums in Seehausen an das MAG in der Biesestadt kamen, gab es zeitweise fünf siebente Klassen. 33 Schüler hätten das Spielfeld im Laufe der Jahre verlassen und sich anderswo beweisen können. Der Jahrgang wuchs immer mehr zusammen, anfängliche kleine Rangeleien zwischen Seehäusern und Osterburgern seien ja längst vergessen. Und nun ist der große Tag da: „Ihr habt es selbst in der Hand, das Spiel des Lebens mitzugestalten.“

Dr. Manfred Weber, Vorsitzender Freundeskreises Gymnasium Osterburg (Förderverein), spricht von einer neuen Freiheit für die Absolventen, die im Unterschied zur alten auch verstärkt Eigenverantwortung meine. Nico Schulz zitiert einen Bürgermeisterkollegen: „Leere Köpfe sind schlimmer als leere Kassen.“ Auch mit Blick auf den Gesamtdurchschnitt ergänzt das Gemeindeoberhaupt: „Wir haben keine leeren Köpfe. Alle haben das Abitur bestanden.“

Die besten Abiturleistungen können Patrick Schneider (Notendurchschnitt 1,2), Friederike Schröder (1,3), Tino Müller, Pauline Dobberkau, Lukas Köhler und Hans-Peter Schulz (alle 1,4) vorweisen. Und über eine Auszeichnung für die Leistungen in einzelnen Fächern freuen sich: Lea Fitze (Deutsch), Tino Müller (Englisch), Hans-Peter Schulz (Chemie und Latein), Patrick Schneider (Französisch und Mathematik), Pauline Dobberkau (Russisch) und Justin Balfanz (Physik). Für ihr außergewöhnliches soziales Engagement in der Schule und auch darüber hinaus würdigte der Freundeskreis Pauline Dobberkau und Tabiha Harzer.

Grund zum Feiern haben alle Absolventen. Der Abiball fand am Abend in der Seehäuser Wischelandhalle statt.

Von Marco Hertzfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare