„Wir brauchen jetzt Hilfe“

Praktisch stündlich steigt das Wasser: Marei und Detlef Winckelmann schichten die Säcke auf, um ihr Grundstück zu sichern. Dabei stehen sie schon im Wasser.

jg - Bömenzien. Allein gelassen fühlt sich die Familie Winckelmann in Bömenzien. Erst im November sind sie in den Ort gezogen. Jetzt bedroht das Hochwasser ihr Grundstück. Mehrfach baten sie um Hilfe.

„Wenn wir erst abgesoffen sind, braucht keiner mehr zu kommen“, so Marei Winckelmann gestern gegenüber der AZ. Erst im November ist sie nach Bömenzien gezogen. Mit Hochwasser hatten die Eheleute bisher nichts zu tun und jetzt steht es schon auf ihrem Grundstück. Beim Bürgermeister wurde um Hilfe gebeten. Als Antwort kam, dass sie sich Sandsäcke auf dem Dorfplatz füllen dürfen. Diese wurden dann auch angefahren und einfach abgekippt. Ein Teil war gleich wieder leer.

„Im Dorf ist es nicht so schlimm“, so Marei Winckelmann, „die liegen alle höher und saufen nicht ab.“ Bei ihnen aber steht das Wasser schon am Gastank. Sie rechnen damit, dass er heute erreicht wird. „Ich habe heute den Chef meines Mannes angerufen, er kann Mittag Feierabend machen und dann helfen das Grundstück zu sichern“, so die besorgte Frau.

Damit kein Wasser durch die Elbe zurückgedrückt wird, wurde inzwischen das Aland-Abschlussbauwerk bei Wanzer dicht gemacht. Dadurch fließt aber auch kein Wasser mehr ab. Die Polder von Wrechow und Garbe wurden geflutet. Dadurch wird noch mehr Wasser zu den Winckelmanns kommen.

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