Flüchtlingsschüler könnten in Grieben und Lüderitz zur Schule gehen / Willkommenskultur

„Wichtig, diesen Kindern zu helfen“

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Kleinere Flüchtlingskinder könnten in Grieben und Lüderitz, ältere in Tangerhütte unterrichtet werden. So ist die derzeitige Planung des Landkreises für die Beschulung von Kindern aus Asylbewerber-Familien.

Tangerhütte. Mit vorsichtiger Willommens-Haltung warten die Menschen in Lüderitz und Grieben derzeit auf mögliche Schulkinder aus Flüchtlingsfamilien.

Der Landkreis informierte bereits Ende des vergangenen Jahres Ortsbürgermeister und Bürgermeister darüber, dass Kinder aus Asylbewerberfamilien im südlichen Landkreis unterrichtet werden könnten. Konkret werden als Grundschul-Standorte Lüderitz und Grieben genannt, für größere Kinder könnte neben der Sekundarschule Goldbeck auch die Gemeinschaftsschule Tangerhütte in Frage kommen. Das Fazit nach einer Umfrage bei den beteiligten Politikern: Klar, die sollen kommen.

Dabei ist man sich vor Ort auch einer gewissen Skepsis bewusst. Romana Hoffmann, Ortsbürgermeisterin in Lüderitz, macht keinen Hehl daraus, dass einige Bürger auch etwas Respekt haben, wie sie es sagt. „Man weiß nicht genau, wer da kommt, und natürlich sind manche da etwas skeptisch“ – denn Kinder aus Flüchtlingsfamilien könnten anders sozialisiert sein als man es von einheimischen Kindern gewohnt ist. Aber, und das ist Hoffmann wichtig, die klare Mehrheit derjenigen, mit denen sie geredet hat, sei aufgeschlossen. „Es wird einen Grund haben, dass diese Menschen alles zurücklassen, was ihnen wichtig ist. Und es ist gut, wenn Kinder integriert werden.“ Rita Platte, Ortsbürgermeisterin in Grieben, glaubt: „Es wird sicherlich nicht einfach sein“, denn Flüchtlingskinder bräuchten vermutlich auch mehr Personal in den Schulen, „aber es ist wichtig, diesen Kindern zu helfen.“

Von Kai Hasse

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