Ortsbürgermeisterin bittet um Spenden

Welle der Hilfsbereitschaft für Opfer des schweren Hausbrandes in Walsleben

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Der Dachstuhl des Hauses ist nahezu komplett ausgebrannt. Die Spuren des Feuers sind unübersehbar.

Walsleben. „Was das Feuer nicht zerstört hat, wurde durch das Löschwasser zerstört“, sagt Andre Mielau mit Blick auf sein am Dienstag vollkommen ausgebranntes Elternhaus in Walsleben.

Ingrid Mielau (l.) und ihr Mann Bernd stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Momentan leben sie in der noch nicht fertigen Wohnung ihres Sohnes André (r.).

Familie Mielau steht vor dem Nichts. Nach dem Brand gab es eine Welle der Hilfsbereitschaft, allerdings kann Familie Mielau viele angebotene Sachspenden derzeit nicht gebrauchen. „Das ist alles lieb gemeint, aber mit den vielen Angeboten können wir nichts anfangen, weil wir hier auf einer Baustelle leben“, sagt Ingrid Mielau, die sich über die Hilfsbereitschaft dennoch sehr freut. Mit der Baustelle ist das Haus von Sohn André gemeint, der seine neue Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft zum nun ausgebrannten Haus eigentlich erst in rund einem halben Jahr beziehen wollte. „Wir werden das hier dann jetzt schneller durchziehen“, blickt er schon ein Stück nach vorne, auch wenn ihm und auch seiner Mutter anzumerken ist, dass man so einen Schock verständlicher Weise nicht einfach aus den Kleidern schütteln kann. Sowohl André als auch seine Schwester hatten in dem elterlichen Haus jeweils eine kleine Wohnung. Das nach wie vor versiegelte Gebäude, kann derzeit nicht betreten werden, um eventuell doch noch etwas aus dem Hausrat zu retten. Die Brandursache steht noch nicht fest. Es wird weiter ermittelt.

Insbesondere im Dachgeschoss hinterließ das Feuer schwere Verwüstungen.

Während des am Dienstagmorgen ausgebrochenen Brandes waren nur Ingrid Mielau und ihr Mann Bernd in der Wohnung. Alles, was sie beim Bemerken des Feuers tun konnten, war, sich ins Freie zu retten. „Ich darf gar nicht dran denken, was passiert wäre, wenn das Feuer nachts ausgebrochen wäre“, sagt Ingrid Mielau, die sich stark ehrenamtlich engagiert. So ist sie Mitglied im Hundeverein in Walsleben und leitet die Osterburger Tafel. Um Familie Mielau beim nötigen Neustart ein klein wenig zu unterstützen, startete Walslebens Ortsbürgermeisterin Christine Klooß am Donnerstag während der Osterburger Stadtratssitzung einen emotionalen Appell, mit dem sie um Spenden warb: „Familie Mielau hat dem Ort so viel gegeben, jetzt ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben, denn sie stehen vor dem Nichts.“ Die Stadt Osterburg hat ein Spendenkonto für die Mielaus eingerichtet. Das eingegangene Geld soll der Familie komplett zugutekommen, um sie nach dem Brand zu unterstützen und beim Neuanfang zu helfen. Das Spendenkonto:

Bank: Kreissparkasse Stendal, IBAN: DE 83 8105 0555 3030 0020 38, Verwendungszweck: Spende Brandopfer.

Von Tobias Henke

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