Entscheidung fällt Anfang kommender Woche

2G-Regel bei Literaturtagen möglich

Im letzten Jahr gab es während der Literaturtage keine Pflicht, sich testen zu lassen.
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Im vergangenen Jahr waren bei den Literaturtagen Abstandsregeln und Maskenpflicht zu beachten. Letztere galt nicht an den jeweiligen Plätzen. Die Regeln für dieses Jahr sind noch offen.
  • Tobias Henke
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Auch in Sachsen-Anhalt gilt für Veranstalter seit Kurzem, die 2G-Regel umzusetzen, die es Gastronomen und Ausrichtern kultureller Veranstaltungen erlaubt, eigenständig zu entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene zulassen, oder ob es auch möglich ist, nach negativen Schnelltests teilnehmen zu dürfen. Die Entscheidung über Bedingungen, unter denen der Zugang zu den Osterburger Literaturtagen (Olita) erlaubt wird, steht in Kürze an.

Osterburg –„Darüber werde ich mit den Amtsleitern und auch mit Anette Rieger sprechen“, informiert Bürgermeister Nico Schulz auf Anfrage, dass sich die Stadt hier mit der ausrichtenden Bibliotheksleitung kurzschließen wird. Eine Entscheidung soll Anfang der kommenden Woche fallen. „Grundsätzlich begrüße ich, dass es die Option 2G gibt“, so Schulz. So sei es möglich, den Geimpften ein möglichst großes Stück Normalität zurückzugeben. „Jeder hatte inzwischen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.“ Als Indiz dafür, dass er auch in Sachen Olita für 2G plädiert, möchte er diese Aussage aber ausdrücklich nicht verstanden wissen. Hier gelte es, die Gesamtumstände zu berücksichtigen. Dazu zähle auch, dass der Vorverkauf bereits abgeschlossen wurde und damit nicht klar sei, wie viele von den Kartenkäufern nicht geimpft sind. Als die Karten verkauft wurden, war 2G noch kein Thema. Im vergangenen Jahr gab es während der Literaturtage eine Abstands- und Maskenpflicht. „Die Schnelltests gab es letztes Jahr noch gar nicht“, merkt Schulz an, sodass sich in einem Jahr viel getan habe. Sollte es während der am 4. Oktober beginnenenden Osterburger Literaturtage dazu kommen, wäre dies eine Premiere. Die 2G-Variante wäre organisatorisch unter geringerem Aufwand zu stemmen, weil dann nicht getestet werden müsste.

Annegret Spillner, Betreiberin des Kavaliershauses in Krumke, hat zur möglichen Variante 2G eine klare Meinung: „Das kommt für uns nicht infrage. Die aktuellen Regeln bei uns funktionieren sehr gut und wir haben nicht die Absicht, dies zu ändern.“

Für die 3G-Regel hat sich die Osterburger CarnvevalsGesellschaft (OCG) entschieden (die AZ berichtete). Man wolle so wenige Menschen wie möglich von den Veranstaltungen ausschließen, sagte OCG-Vorsitzender Dennis Kathke Anfang September gegenüber dieser Zeitung.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr wird es auch in diesem Jahr so sein, dass wenige Veranstaltungen der Literaturtage in kleinen Räumlichkeiten stattfinden, um möglichst vielen Literaturinteressierten die Möglichkeit zu geben, die Olita in der Biesestadt zu besuchen. Nur die Frage, ob in diesem Jahr auch negativ Getestete die Möglichkeit haben, die Veranstaltung zu besuchen, steht noch nicht fest.

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