Arneburger hüllten Alten Markt in Glühweinduft

Weihnachtsmann wird zu „Maschine“

Die „Sugar Girls“ aus Stendal waren auch wieder mit von der Partie und unterhielten das Publikum mit ihrem neuen Weihnachtsprogramm.

Arneburg. „Minus fünf Grad und Schnee waren bestellt“, berichtete Organisatorin Evelyn Jordan wehleidig unter dem Regenschirm im Gespräch mit der AZ.

Zur Entspannungsmusik „Good King“ zeigten die Grundschüler ihren Kerzentanz.

Irgendetwas muss dabei auf dem Bestellschein falsch ausgefüllt worden sein, denn seit den Morgenstunden legte sich ein anhaltender Regen über die Elbestadt und sorgte schon bei den Aufbauarbeiten bei den Markttreibenden für leichten Unmut. Doch schnell wurden einige Telefonate getätigt und schon standen Pavillions und Sonnenschirme zum Regenschutz parat, denn schließlich wollte niemand den Weihnachtsmarkt ins Wasser fallen lassen. Und auch die Arneburger trotzten dem kühlen Nass und scheuten nicht den Weg zum Budenzauber auf dem Alten Markt. Schließlich hatte Petrus dann auch noch Nachsicht und drehte pünktlich zum Beginn des Programms von Kindergarten und Grundschule den Wasserhahn ab. „Die Kleinen“ aus der Kindertagesstätte wärmten mit gemeinsamen Liedern das Publikum schon einmal auf. Nach dem klassischen und alle Jahre wiederkehrenden „O Tannenbaum“ übergaben sie die Bühne an die Grundschüler. Sie hatten Gedichte, Gesänge und Tänze sowie einen kleinen Sketch vorbereitet. So zeigten die Grundschüler, was passiert, wenn es zu viele der roten Rauschebärte gibt, welche die Geschenke verteilen wollen. Bevor dann der wahre Weihnachtsmann, der am Sonnabend die Lizenz für den Arneburger Weihnachtsmarkt hatte, mit der Kutsche vorfuhr, zeigten die „Sugar Girls“ ihre Talente. Unter der Leitung von Anika Vogelhuber trainieren die Mädels aus Stendal einmal die Woche, damit alle Bewegungen sitzen.

Bevor dann noch ein Überraschungsauftritt für Unterhaltung sorgen sollte, gab es eine kleine Pause, um über den Markt zu schlendern. Feuerwehrförderverein, Grundschule, Sportverein und ortsansässige Unternehmen hatten Glühwein, Bratwurst, Grünkohlpfanne für das leibliche Wohl vorbereitet. Aber auch die ersten Geschenke für die Liebsten konnten besorgt werden. Neben Lederwarenhändlern war unter anderem auch die Jugendwerkstatt des Diakoniewerkes Osterburg mit selbstgebasteltem Weihnachtsschmuck gekommen.

Den krönenden Abschluss des bunten Trubels bildete der Auftritt des Puhdys-Stars „Maschine“. Ralf Müller aus Stendal, der zuvor noch den Weihnachtsmann mimte, heizte mit altbekannten Hits wie „So alt wie ein Baum“ den Besuchern noch einmal richtig ein.

Ob es im kommenden Jahr wieder einen Weihnachtstrubel auf dem Alten Markt geben wird, ließ Evelyn Jordan noch offen. Schon seit Fertigstellung der Breiten Straße hatte man überlegt, den Markt dorthin zu verlegen. Persönlich könne sie sich aber auch den Rathaushof in Verbindung mit der Kunst- und Kulturscheune als gemütlichen Ort für diesen Anlass vorstellen.

Von Benjamin Kobelt

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