Zedau: Planungsgespräche werden folgen

Wehr bangt weiter um Fortbestehen: „Das ist kein großer Wurf gewesen“

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Das Fortbestehen der Freiwilligen Feuerwehr Zedau steht weiterhin auf der Kippe. „Wir kämpfen noch“, berichtet der Ortswehrleiter.

Zedau. Da haben sich Zedaus Ortswehrleiter Werner Hinze und Osterburgs Stadtwehrchef Sven Engel mehr versprochen.

Ende Juli hatten sie gemeinsam mit Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz und Ordnungsamtsleiter Matthias Frank zur Einwohnerversammlung in den biesestädtischen Ortsteil eingeladen, um auf den Mangel an aktiven Kameraden in der kleinen Wehr aufmerksam zu machen.

Die Konsequenz: Wenn sich nicht mehr Freiwillige Feuerwehrleute finden, muss die Wehr im Osterburger Nachbarort, wie Engel es nennt „in eine Ruhephase versetzt werden“.

Sven Engel.

Doch der Infoabend, welcher die Anwohner an das sensible Thema heranführen sollte, hat bislang kaum Früchte getragen. „Das ist kein großer Wurf gewesen“, gibt Engel bekümmert zu. „Einer ist dazugekommen“, berichtet Hinze auf AZ-Anfrage, nachdem er noch mal Initiative gezeigt und einen Rundgang durch den Ort gemacht hat. Geschlagen geben möchte er sich noch längst nicht. „Aber wir sind noch am Ball. Wir kämpfen noch“, berichtet der Ortswehrleiter. Weder er selbst noch Engel möchten die Wehr endgültig schließen. „Das wäre die letzte Option“, so der Osterburger Feuerwehrhauptmann. „Was einmal geschlossen ist, bekommt man so schnell nicht wieder aufgebaut.“

Der Stadtwehrleiter mahnt, dass extreme Wetterlagen auch in Zukunft keine Seltenheit bleiben und das Engagement der Feuerwehr noch häufiger fordern werden. Seien es die Stürme im letzten Herbst oder die starke Hitze mit zahlreichen Waldbränden, wie in diesem Jahr. „Dieser Sommer war keine Eintagsfliege“, äußert Engel besorgt. „Die Anforderungen an die Wehren nehmen zu.“

Dass die Freiwilligen Kameraden trotzdem Schwierigkeiten haben sich zu halten, sieht er im demografischen Wandel geschuldet. „Viele arbeiten auswärts und das Freizeitverhalten ist auch anders.“

Im Falle Zedau sei bislang noch nichts entschieden. Engel und Hinze möchten sich zu diesem Zweck noch einmal zusammenfinden um zu beratschlagen, wie es weiter geht. Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht. Wie der Osterburger Stadtwehrleiter zu berichten weiß, gebe es in anderen Ortsteilen der Biesestadt einen Aufschwung der Wehren, so etwa in Wollenrade, Meseberg und Flessau. „Hier finden sich viele Junge“, freut sich Engel.

Von Laura Kühn

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