Im Dorftheater wird seit Wochen fleißig fürs neue Stück geprobt / Premiere am 2. März

Viel Aufregung für Meister Anecker

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Bevor das Spiel auf der Probebühne beginnt, sprechen sich Ursel Müller (v.l.) , Hans-Ulrich Pöpel, Souffleuse Brunhild Wegner, Torsten Dahms, Regisseur Norbert Lazay und Mario Bannehr ab und vergleichen ihre Anmerkungen in den Textbüchern.

Gladigau. Nur noch wenige Wochen, dann hebt sich am 2. März im Dorftheater Gladigau zum ersten Mal der Vorhang für die diesjährige Spielzeit. Die Vorbereitungen dazu laufen schon auf vollen Touren.

„Meister Anecker“ heißt die Komödie in drei Aufzügen von August Lähn, deren Handlungsort eine Schuhmacher-Werkstatt mit dazu gehörigem Ladenbereich ist.

Das Bühnenbild soll möglichst originalgetreu sein und authentisch wirken, dafür wenden Regisseur Norbert Lazay, die Techniker und die Ausstatter all ihren Ehrgeiz auf.

Damit auch beim Spiel dann jedes Wort stimmt und jede Geste sitzt, treffen sich die Akteure bereits seit 24. September 2012 regelmäßig zum Proben. Auch kürzlich fanden sich Regisseur Norbert Lazay, Souffleuse Brunhild Wegner, die Darsteller Hans-Ulrich Pöpel, der die Titelrolle spielt, Beate Henning als Frau Meisterin und Torsten Dahms, der den Schuster-Geselle Matten gibt, mit weiteren Ensemble-Mitgliedern im Proberaum zusammen.

Immer wieder wurde eine Szene durchgespielt, Dialoge geübt, Gesten und Worte aufeinander abgestimmt. Auch bestimmte Auftritte, mal eiligen Schrittes und mal torkelnd, wurden so lange wiederholt, bis der Eindruck stimmig war.

Bereitwillig nahmen Hans-Ulrich Pöpel, Beate Henning und Torsten Dahms die Hinweise auf und setzten sie auch gleich um. So wurde die Handlung auf der Probebühne immer spannender, und auch das Lachen kam nicht zu kurz.

Während die Darsteller noch hin und wieder mit dem Text in plattdeutscher Mundart zu kämpfen hatten, gab die Souffleuse zuverlässig das jeweilige Stichwort. Mit dem wachsamen Blick am Rande des Geschehens gab Norbert Lazay immer wieder Regieanweisungen. Er beobachtete jede Bewegung, korrigierte Betonung oder Lautstärke einiger Sätze.

Insgesamt zeigte er sich aber zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung. „Wir sehen dem Beginn der Spielzeit mit Vorfreude und Optimismus entgegen“, kommentierte Norbert Lazay und kündigte an, dass es auch in diesem Jahr wieder 18 Aufführungen im Dorftheater Gladigau geben wird. Neben den genannten drei Darstellern werden außerdem Josepha Lazay als Schwester der Schuhmacher-Meisterin und Mario Bannehr als Bürgermeister Heinrich Wedekamp für Turbulenzen auf der Bühne sorgen und Meister Anecker tüchtig in Aufregung versetzen.

Doch nicht nur die Darsteller selbst waren dieser Tage in die Probenarbeit einbezogen, sondern auch die Ensemblemitglieder vom Bereich Technik und Maske sowie Ursel Müller, die als Plattdeutsch-Fachberaterin mit am Zuschauertisch saß. Gemeinsam wollen alle dazu beitragen, dass „Meister Anecker“ ebenso ein Erfolg wird, wie die Stücke der vergangenen Jahre.

Dass sich die Gladigauer Theater-Leute dabei nicht nur viel Mühe und Arbeit machen, sondern auch ganz viel Spaß haben, das war bei ihrem 27. Probenabend deutlich zu spüren.

Von Diana Kokot

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