Versteck- und Verwirrspiel

Sie informierten über die neue Spielzeit des Dorftheaters Gladigau, die am 19. März beginnt: Pressesprecher Norbert Lazay, Intendant Horst Bannehr und Regisseur Goswin Moniac (v.l.).

Gladigau - Von Diana Kokot. „Immer werrer nachts Klock veer“ heißt das neue Stück des Gladigauer Dorftheaters, mit dem das beliebte Laien-Ensemble in seine neunte Spielzeit startet. Dieses Mal steht erstmalig ein Dreiakter auf dem Programm, so dass jede Vorstellung etwa anderthalb Stunde (einschließlich einer kurzen Pause) dauern wird, verriet Intendant Horst Bannehr bei einem Gespräch, zu dem Pressesprecher Norbert Lazay eingeladen hatte.

Dem Team der Darsteller, aber auch den Leuten hinter den Kulissen, die sich unter anderem um Maske und Technik kümmern, wird mit diesem Dreiakter noch mehr als sonst abverlangt. Aber alle stellen sich mit Freude der neuen Herausforderung, unterstreicht Lazay.

Die Proben zu „Immer werrer nachts Klock veer“ laufen bereits seit Oktober an zwei Abenden pro Woche unter Leitung von Goswin Moniac, der in diesem Jahr wieder die Regie übernommen hat.

Insgesamt sieben Darsteller wollen in insgesamt 18 Vorstellungen für ein überaus heiteres Verwirrspiel der Gefühle sorgen, bei dem es turbulent wird. „Situationen, wie aus dem Leben gegriffen“, bringt es der Regisseur auf den Punkt und erzählt, dass bereits bei der Stückauswahl darauf geachtet wird, dass möglichst unterschiedliche Inhalte auf die Bühne gebracht werden. So hat auch das diesjährige Stück nichts mit dem des Vorjahres zu tun. Allerdings muss ebenso bedacht werden, welche Rollen zu besetzen sind und ob die passenden Darsteller zur Verfügung stehen.

Zum Inhalt der Komödie, die ab 19. März an vier Wochenenden in Gladigau zu erleben ist, verrät Goswin Moniac: „Die Zuschauer werden staunen, was in der Zeit von früh um vier bis zum nächsten Morgen früh um vier alles passieren kann. Menschen verstecken sich, tauchen wieder auf, ungebetene Gäste sorgen für Überraschungen und Chaos. Im Schlafzimmer eines Junggesellen geht es bald zu wie in einer Bahnhofshalle.“

Das Publikum des Dorftheaters kann sich auch in dieser Spielzeit auf bewährte und beliebte Gesichter freuen. Torsten Dahms, Beate Henning, Simone Wiesner, Rüdiger Berndt, Reinhard Bäthge und Christine Neumann sind wieder auf der Bühne zu erleben. Die Neue und gleichzeitig Jüngste im bunten Darsteller-Reigen ist Josepha Lazay. Sie darf als einzige Akteurin ihrer Rolle gemäß hochdeutsch sprechen und bringt als Tochter Tina frischen Wind in das Versteckspiel der unterschiedlichen Paare.

Bei den 18 geplanten Aufführungen stehen pro Vorstellung 90 Plätze im Saal des „Dörpschen Krugs“ bereit. Damit nähert sich die Zuschauerzahl seit Bestehen des Dorftheaters der Zwölftausender-Marke, denn in der vergangenen Spielzeit konnten die Gladigauer Theaterleute bereits ihren zehntausendsten Gast begrüßen.

Der Kartenverkauf für alle Vorstellungen findet am 19. Februar ab 8 Uhr im „Dörpschen Krug“ in Gladigau statt. Telefonische, schriftliche oder Bestellungen per Internet sind nicht möglich. Der Kartenpreis beläuft sich auf acht Euro.

„Das hat vor allem damit zu tun, dass dieser Dreiakter einen größeren Aufwand erfordert. Außerdem haben uns Zuschauer mehrfach darauf hingewiesen, dass sechs Euro als Eintritt ein zu geringer Preis dafür ist, was in unserem Dorftheater geboten wird“, erklärt Pressesprecher Norbert Lazay. Er sei in den vergangenen Tagen des Öfteren gefragt worden, wann denn nun endlich die neue Spielzeit beginne. Das Interesse an den Stücken in plattdeutscher Mundart ist nach wie vor sehr groß. Es reicht inzwischen längst über die Altmark und den Raum Magdeburg hinaus – ein gutes Omen für das Gladigauer Ensemble, das 2012 sein zehnjähriges Bestehen feiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare