Der Vergangenheit eine Zukunft geben

Jan Kleemeier (l.) bedankte sich bei Ursel Bethge, Uwe Pinnecke und Sebastian Guse, die immer da sind, wenn Hilfe benötigt wird.

Krevese - Von Jörg Gerber. Den Erhalt von Kirche und Orgel und die Weiterführung des Kreveser Orgelsommers haben sich die Mitglieder des Fördervereins Gansen-Orgel auf die Fahnen geschrieben. Anlässlich des 15. Geburtstages des Vereins wurde jetzt Dank gesagt.

Den Mitgliederzahlen nach ist es eher ein kleiner Verein, geht es darum, was geleistet wurde, dann gehört er zu den ganz großen. Seit 15 Jahren gibt es inzwischen den Förderverein Kreveser Gansen-Orgel. Geburtstag ist eigentlich erst in der kommenden Woche, aber genau da werden in Osterburg die Literaturtage eröffnet und der Vorsitzende des Fördervereins, Jan Kleemeier, begrüßte so seine Vereinsmitglieder und all jene, die den Verein immer tatkräftig unterstützen, schon eine Woche vorher, um Danke zu sagen. Danke für die Arbeit, die eben keine Selbstverständlichkeit sei. Danke an die Landfrauen, an die Feuerwehr und an gute Freunde, die in den 15 Jahren halfen, Erhebliches zu schaffen. Dank dafür auch an die Gemeinde, die Stadt Osterburg und den Landkreis Stendal ohne dessen Unterstützung so vieles nicht möglich gewesen wäre.

Seit der Gründung im Oktober 1995 sei der Förderverein Gansen-Orgel ein fester Bestandteil im gesellschaftlichen Leben von Kirche und der Ortschaft Krevese, so Jan Kleemeier in seiner Ansprache. „Unseren satzungsgemäßen Zielen von damals sind wir treu geblieben und so wurde der Kreveser Orgelsommer als Kulturereignis von hohem künstlerischen Rang weitergeführt“, so der Vorsitzende weiter. Heute gehöre der Kreveser Orgelsommer weit über die Altmark hinaus zu den hervorragenden Konzerttraditionen.

Kleemeier erinnerte weiter, dass sich der Förderverein gemeinsam mit der Kirchengemeinde vorbildhaft um die Klosterkirche St. Marien als historisches Baudenkmal aus der Zeit der Romanik mit einer über 800-jährigen Vergangenheit gekümmert habe. So konnte die Außensanierung von 1993 bis 2004 vollständig abgeschlossen werden. Der Redner machte aber auch darauf aufmerksam, dass dieser Prozess nie abgeschlossen sei und weiter die Aufmerksamkeit der Mitglieder benötige.

Angesprochen wurde auch die Orgel, die bisher noch nicht angefasst wurde. Gutachten und Kostenvoranschläge würden aber inzwischen vorliegen. Jetzt müsse diskutiert werden, was überhaupt von Seiten der Kirchengemeinde und des Denkmalschutzes restauratorisch gemacht werden sollte, um dann als Förderverein mitzuhelfen, dieses einmalige historische Instrument als wertvolles Kulturgut zu erhalten.

„Damit die Vergangenheit der Kirche eine Zukunft hat“, so Kleemeier, „sind wir als Verein angetreten“. Das sei gerade bei knappen öffentlichen Etats eine gemeinschaftliche Herausforderung, die das Engagement rechtfertige und die Initiative immer wieder aufs Neue inspiriere. Darum heiße die Devise für die nächsten 15 Jahre weiterhin: „Rette mit wer kann“.

Kleemeier nutzte die Gelegenheit, allen Anwesenden eine Chronik zu überreichen und verteilte Geschenke an die, die den Verein immer unterstützen. Für ihn selbst gab es Dankesworte von Pfarrer Matthias Kruppke, der betonte, dass mit Kleemeier der Verein lebe. Er setze sich den Hut auf und sei mit viel Elan und Kraft dabei. Auch er dankte allen Anwesenden.

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